sind wir nicht alle ein bisschen antideutsch?

bevor hier weiteren manipulationen tür und tor geöffnet wird, muss zum monatsende noch einmal schnell die umfrage zum thema „wie antideutsch bist du?“ beendet werden. nach elf tagen laufzeit wurde ein neuer teilnahmerekord erzielt: insgesamt wurden 105 stimmen abgegeben. da aber die antwort „snake borst mag keine antideutschen“ letzte woche bei einem stand von 17 stimmen aufgrund einer offensichtlichen mehrfachabstimmung nach verwarnung disqualifiziert wurde, liegt die datenbasis nunmehr bei 88 stimmen.
trotz anzunehmender weiterer verfälschungen bleibt die antwort mit den meisten stimmen „antideutsch halt“ mit 26%. der zweite platz für „gar nicht antideutsch“ mit 19% ist allerdings fragwürdig: nach löschung der besagten antwort erhielt diese einen ungeheuren zuwachs, sodass nicht auszuschließen ist, dass hier ein oder meherer menschen die technischen möglichkeiten zur manipulation ausgenutzt haben, obwohl eingangs darum gebeten wurde, die contenance zu bewahren.
den preis für die erfolgreichste hinzugefügte antwort erhält diesmal die aussage „solche labels sind was für profilneurotiker“ mit 16%. wie dem forschungsteam aus vertraulichen quellen zugesichert wurde, scheint hier ein regelrechter wettbewerb ausgebrochen zu sein. dazu ein hinweis an die manipulator_innen: es macht übrigens vielmehr spaß, zu sehen, wie andere abstimmen, als dies immer wieder selbst zu tun.
Jeweils 10% erreichten die gemäßigt sowie die anti-antideutschen, unter ferner liefen finden sich „100% antideutsch und antinational; also gegen Deutschland und alle anderen Staaten“ mit 6%, „36,544238324357 %“ und „kristi, das hat ja jetzt wirklich soap-niveau“ mit jeweils 5% sowie „heinz strunk for live!“ mit immerhin noch 3%. eine erbetene erklärung für den zusammenhang letzterer antwort mit der fragestellung steht auch immer noch aus.
interessant ist noch, dass niemand die antwort „was bedeutet das?“ gewählt hat. dies zeugt davon, dass es sich bei dem antideutschtum um einen gegenstand handelt, zu dem zumindest jede_r irgendeine meinung hat. außerdem erspart es der umfrageleitung, hier noch erklärungen nachzureichen.
mit der auflösung dieser umfrage wird dieses thema jetzt auch vorerst zu den akten gelegt. es scheint sich für einige bereits bei dem wort antideutsch um ein rotes tuch zu handeln, gegen das wie bei einem stierkampf gegenan gerannt wird. das ist zwar jetzt keine neue erkenntnis, aber die diskussionen in den kommentaren in den letzten zwei wochen haben dies erneut bestätigt. da sich die forschungsgruppe kristi * in der nächsten woche der fertigstellung eines etwas umfangreicheren projekts widmen muss, sind zur zeit auch keine kapazitäten für derlei sinnlose auseinandersetzungen mehr frei (kommentare zum umfrageergebnis sind natürlich trotzdem zugelassen und sogar erwünscht, wenn sie allerdings erneut pöbelcharakter annehmen, behält die redaktion sich vor, diese zu löschen).

stattdessen geht es jetzt, die frühlingsgefühle werden ja allerorts erweckt, bei der nunmehr zehnten frage der umfragreihe um ein ganz anderes thema: die beziehungsvorstellungen- und realitäten der leser_innen. verständnisfragen zu den antwortmöglichkeiten können hier gerne geäußert werden, ansonsten bleibt nur darauf hinzuweisen, dass die existenz einer oder mehrerer beziehungen oder affären oder sonst etwas keine bedingung für die teilnahme ist, sondern es auch – wenn nicht vor allem – um die grundsätzlich einstellung dazu geht.

wirres über die verón

(achtung: fachsimpelei – können nicht nur chemiker_innen ;-) )

ich frag mich gerade, warum ich mich eigentlich so darüber aufrege, wenn andere leute in ihren diplomarbeiten so einen unsinn schreiben. könnte mir doch egal sein, oder? aber frau hager (2005: 37-40) hat wirklich schlecht recherchiert, was ihr geschreibsel über die aníbal verón betrifft:

4.2.3 Autonome Piquetero-Organisationen
Der MTD Aníbal Verón (Movimiento de Trabajadores Desocupados) ist horizontal organisiert, parteiunabhängig und lehnt den Dialog mit der Regierung sowie die Arbeitslosenunterstützung kategorisch ab. Die meisten Mitglieder aus dieser Organisation stammen aus den ärmsten Vierteln des Großraums von Buenos Aires. Ihr militanter Aktivismus ist gekennzeichnet durch Land- und Fabrikbesetzungen sowie durch ein stark gewalttätiges Auftreten bei den Straßenblockaden (Zimmermann 2003).

und zwei seiten später:

4.2.4 Piquetero-Organisationen mit territorialem Schwerpunkt
[…]
In den MTDs der Coordinadora Aníbal Verón gibt es verschiedene Strömungen, in denen besonders die MTD-La Juanita, MTD-Lanús und MTD-Solano herausragen. Die soziale Projektarbeit hat hier ein hohes organisatorisches Niveau erreicht und gliedert die Menschen durch unterschiedlichste Aktivitätsstufen in die Bewegung ein. Innerhalb der MTD-La Juanita wurden beispielsweise Gemeinschaftsbäckereien, eine Grundschule, eine Druckerei und ein Verlag gegründet. Die programmatischen und ideologischen Ziele der MTD-Lanús und der MTD-Solano konzentrieren sich auf die Herausbildung einer „Parallelgesellschaft“. Sie orientieren sich an den Ideologien der zapatistischen Bewegung in Mexiko, an der brasilianischen Landlosenbewegung und an den Vertretern der linken Autonomiebewegung sowie an den Anhängern der „teoría del antipoder“ (Almeyra: 2004: 55 ff., 79 ff.).

ok, ich geb’s zu, es ist nicht einfach, bei diesen ganzen spaltungen und bündnissen den überblick zu behalten. aber hier wird dieselbe organisation in zwei verschiedene klassifikationen einsortiert (die dazugehörigen tabellen erspare ich euch jetzt mal, da werden die fehler dann aber für insider_innen noch offensichtlicher) und dabei außerdem vermischt mit den untergruppen, die gar nicht mehr dabei sind bzw. es noch nie waren wie die mtd la juanita (la matanza). außerdem hat sich die coordinadora aníbal verón bereits mitte 2002 aufgelöst, und das hätte man wohl auch ohne feldforschung rausfinden können.

naja, wenn meine arbeit dann irgendwann im netz steht, dürft ihr sie auch gern auseinander nehmen (wenn ihr denn was findet – hehe ;-) )

worüber ich mir gerade den kopf zerbreche

hat jemand zufällig eine idee, wie man in einem ms word-dokument zwei verschiedene seitenzählungen unterbringen kann? also zuerst römische zahlen und dann lateinische, und dann aber auch so, dass die beide vom automatisch erstellten inhaltsverzeichnis berücksichtigt werden. mit abschnittsumbruch geht das irgendwie nicht, da wird trotzdem durchnummeriert. das muss doch irgendwie gehen, oder?
(ich weiß, linux ist viel toller, aber das hilft mir gerade nicht weiter …)

puh …

… gerade eine rohversion der kompletten arbeit an den lieben lektor geschickt. das war knapp, der puls auf 180 …

kristi verbindet welten

an erster stelle: antideutsch postmodern

(nur damit die schublade schwerer zugeht ;-) )

spürt ihr es auch schon?

„Frau Merkel […] führt Deutschland spürbar in eine sozialistische Gesellschaft.“

(roger kusch, entlassener justizsenator, dokumentiert in der taz hamburg)

lang ist’s her

auch mal wieder eine leckere und koffeinfreie mate-alternative:

ginger ale

anlass des kneipen-besuchs war übrigens die fertigstellung eines ep-berichts. das entsprechende empirische praktikum hatte vor gut drei jahren begonnen.

ein passender referrer

im rahmen der antideutschen woche bei kristi * möchte jemand gerne antideutsch essen. hat da vielleicht eine_r von den inzwischen bereits 13 antideutschen einen rezept- oder restaurant-tipp?

elektropunk mit bloggertreffen

wie bereits angekündigt, durfte kristi gestern der toureröffnung von egotronic beiwohnen. ein aufregender abend, stand doch auch ein blinddate mit necator auf dem programm. wider erwarten war es zunächst doch eher leer, was aber die identifikation des bis dato unbekannten bloggers erleichterte. zwar hatte ich auf meine frage nach einem erkennungszeichen keine antwort mehr bekommen, aber es gab das indiz des kartenbesitzes. merkwürdig, wie dann doch eine personalisierte south-park-figur dazu beitragen kann, jemanden zu erkennen. es handelte sich auch tatsächlich um einen sympathischen jungen mann, mit dem ich mir einiges zu sagen hatte, ich nutzte natürlich auch gleich die gelegenheit, die vorteile des bloggens bei blogsport erneut darzustellen, bin mal gespannt, ob ich überzeugen konnte.
die vorband the weegs kannte ich nicht und habe auch eher am rande zugehört, die wenige energie, die mir aufgrund zu wenigen schlafes in der vornacht geblieben war, wollte ich lieber für die berliner elektropunker aufbewahren. egotronic das hat sich auch gelohnt, torsun und hörm waren wieder mal ganz groß. die erste reihe war allerdings von ein paar jungen mädchen belegt, die durchaus auch bei tokio hotel reingepasst hätten, aber ihre textkenntnis ließ darauf schließen, dass sie schon absichtlich da waren. tanzte ich also neben necator, dem ich im übrigen auch einen beitritt zur egotronic fan force nahegelegt habe, in der zweiten. zeitweilig gab es sogar richtig pogo, und ich fand es insgesamt richtig schön.
im anschluss musste natürlich noch die exklusiv dort angebotene richtige einstellung erworben werden, dabei habe ich mich dann auch den musikern vorgestellt und einen kurzen schnack mit torsun gehalten. schließlich noch die bekanntschaft mit einer sehr netten alten freundin der musiker gemacht, die erste person, die mich bisher auf mein tolles t-shirt angesprochen hat. das angebot, noch weiter zu ziehen, musste ich leider aus vernunftsgründen ausschlagen …

nur für den fall

dass es jemand vergessen oder noch nicht mitgekriegt hat:
heute abend beginnt die egotronic-tour (und kristi freut sich schon ganz doll)

:-) :-) :-)

kommt sonst noch jemand hin?







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