abwesenheitsnachricht

ich bin dann jetzt mal ein paar tage tanzen. ihr wisst schon …

partyscheiße

zum tanzbein-training für die anstehende langzeit-party lockte gestern ein hochkarätig besetztes techno-event ins örtliche soziale zentrum. vorbei an der masse fahnenschwenkender fußballspacken auf der piazza, schien die noch recht leere tanzveranstaltung auf drei ebenen sich nach unserem erscheinen langsam zu füllen. das srg-verbot wurde konsequent durchgesetzt, fast amüsant die beobachtung des jungen herrn im ausgewaschenen retro-trikot-t-shirt (es erinnerte mich an die einzige wm, für die ich jemals begeisterung empfand, im jahre 1990), der es einfach nicht glauben konnte, dass seine deutschland-begeisterung ein ausschlusskriterium sein sollte, er wähnte sich einem bösen scherz der türsteher_innen aufsitzend und fühlte sich bemüßigt, an der kasse nachzufragen, ob diese für ihn so unverständliche regelung tatsächlich bestehe.
nach einer weile einigermaßen netten tanzens, die notwendigkeit von open air wurde deutlich, suchte ich das frauenklo auf. während ich aus einem anflug von verantwortungsgefühl und gutmenschentum das waschbecken von der klopapier-verstopfung befreite, tauchten einige typen auf, die meiner wiederholte aufforderung, doch lieber die ihnen zugedachte toilette zu besuchen, nicht folgen wollten. einer zeigte sich besonders genötigt, sein mackertum raushängen zu lassen und riss eine reihe sich über mich amüsierender sprüche, statt seine anwesenheit argumentativ zu begründen, und öffnete nebenbei die türen besetzter aborte. ungeahnte agressivität strömte aus mir heraus, mit körperlichem einsatz versuchte ich den großgewachsenen kerl in richtung treppenhaus zu schieben. leider schien das rumgeprolle des nervbolzens die anderen anwesenden und mir unbekannten frauen gar nicht zustören, sodass ich mich in einer zweierkonfrontation wiederfand. als er sich nicht rausschieben ließ und mich stattdessen weiter beleidigte, riss mir der geduldsfaden: „entweder du gehst jetzt hier raus oder du bist in fünf minuten von der party draußen“, schmetterte ich, in vertrauen auf die mir zumindest teilweise bekannten sicherheitsschichtler_innen, ihm entgegen. als er sich nicht rührte, sprintete ich richtung eingang und schilderte dort aufgeregt den vorfall. bei einer handvoll gender-korrekter macker security-checker löste das fast begeisterung aus, um die wette sprangen sie auf, um den bösen mann vom frauenklo zu vertreiben. wieder angelangt bei der toilette, hatte der scheißtyp sich jedoch schon verpisst, wahrscheinlich wurde ihm das doch zu heiß da. als ich ihn später noch mal auf der tanzfläche sah, wäre ein nachgeholter rausschmiss mir aber dann aber doch zu actig geworden – auch wenn ich ihm das durchaus gegönnt hätte!

wie das blau aus meinen augen verschwand

habe heute gemerkt, dass mein perso seit drei monaten abgelaufen ist. klar, um sowas hab ich mich natürlich nicht gekümmert, während ich abschlussarbeitschreibend meine tage in der bude verbrachte. sicherheitshalber bin ich dann aber gleich mal ins so genannte kundenzentrum, um einen neuen zu beantragen – super idee, donnerstag am späten nachmittag, der einzige lang geöffnete tag, da durfte ich mir die wartezeit mit der arbeitenden bevölkerung teilen. da aber gleich schon eine stunde angekündigt wurde, ging ich zwischendurch noch vergeblich mp3-player gucken und ließ ein (fast) biometrie-gerechtes passbild erstellen (wobei man das für den perso zum glück noch gar nicht muss, aber der automat ist darauf eingestellt).
endlich an der reihe, dank nicht funktionierender software musste die verwaltungsfachangestellte alles mit der hand eintippen, sagte sie zu mir: „blaugraugrün? das geht aber nicht!“ – „aber wieso?“, entgegnete ich, „meine augen sind nun mal blaugraugrün, gucken sie mal:“ kristi nimmt ihre brille ab und streckt der dame ihre augen entgegen. „ja, die sind sehr vielfarbig, aber nach den neuen normen sind nur noch zwei farben zugelassen.“ diskutier, verhandel, keine chance. „welche zwei möchten sie denn gerne?“, erneuter intensiver blickkontakt mit der zuständigen, „was meinen sie?“, frage ich, „graugrün“, sagt sie, „manchmal wirken die augen vielleicht von der himmelsspiegelung blau.“ unentschlossen fragte ich den gerade ohne „kunden“ nebensitzenden kollegen, er schaut mir in die augen an, überlegt eine weile und bestätigt das graugrün. „na gut“, gab ich mich geschlagen, und durfte immerhin noch auswählen zwischen graugrün und grüngrau. ersteres gefiel mir spontan besser, weil die betonung auf dem grün liegt und das interessanter klingt als grau. wer hat schon graue augen? im nachhinein fiel mir ein, ich hätte auch einfach grautürkis nehmen können – aber wer weiß, ob die das akzeptiert hätten …

call for papers

seit heute online: das mädchenblog!

das mädchenblog braucht eure mithilfe, und dann kann es etwas großes werden (sprich: viele mädchen erreichen). für alle, die länger schon nach einer rechtfertigung für ihr interesse an mädchen-, jugend- und frauenzeitschriften suchen, die gelegenheit: schreibt auf, was euch auffällt, nehmt es auseinander und kotzt euch einmal richtig verbal darüber aus.
das mädchenblog ist noch in absoluter alpha-version, denn es soll von anfang an ein offenes projekt sein, vielleicht in anlehnung an fanzines und diy-kultur. es ist auch nicht begrenzt auf ein abarbeiten an mainstream-medien á la bildblog, sondern möchte gefüllt werden mit texten aller art, die ohne uni-vokabular und paternalismus auskommen, mit links, die zum entdecken neuer welten einladen und mit allem, was euch sonst noch einfällt – das ganze ist unglaublich ausbaubar.
egal, ob und wie ihr euch selbst geschlechtlich definiert: registriert euch beim mädchenblog, bringt eure ideen ein und diskutiert mit über den verlauf und die zukunft des projekts. und: macht das mädchenblog auf euren blogs bekannt!

schokolade schlägt kokain

„mach doch mal endlich diese drogenumfrage weg, die nervt langsam!“, wurde der forschungsgruppe kristi * in letzter zeit häufiger mitgeteilt. zu recht, denn seit genau fünf wochen stand die frage „was ist deine lieblingsdroge?“ zur beantwortung auf dieser seite. bedingt durch urlaub und interne kommunikationsprozesse ist es zu dieser verzögerung gekommen, das team bittet teilnehmer_innen und beobachter_innen um verständnis.
die lange zeitspanne hat aber dazu beigetragen, dass die zahl der abgegebenen stimmen bei dieser frage zum ersten mal auch nach der obligatorischen disqualifizierung von snakeborst (13 stimmen) mit 115 votes über 100 liegt. da das hinzufügen der antworten wieder etwas aus dem ruder gelaufen ist, wird ab jetzt eine testphase eingeleitet, in der zusätzliche antworten nur noch per kommentar oder e-mail ergänzt werden können, um so die hemmschwelle für relativ sinnfreie antworten zu erhöhen. besonders die antworten „oder heisst immer auch und“ (2%) und „deine mudder“ (2%) stechen diesmal durch geringen bezug zur fragestellung heraus, auch „dass sich für eine sache zu entscheiden schwierig ist, hat doch bereits die letzte umfrage gezeigt“ (3%) trägt nicht besonders zur klärung der sachlage bei.
allerdings geht dieses mal der preis für die meistgewählte antwort an eine hinzugefügte antwort, nämlich „na hömma, schokolade, natürlich!!!“, für die 17% gestimmt haben. bei der beliebtesten illegalisierten droge hingegen handelt es sich um „kokain“, das 12% der stimmen erreicht hat. auf dem dritten platz ist mit 9% der „alkohol“ gelandet, gefolgt von „cannabis“ mit 7% . weitere 7% antworteten recht undifferenziert „gerne viel!!!“, und jeweils 6% bevorzugen entweder „koffein“ oder sagen „ich mag keine drogen“. für 5% ist „musik“ die beste droge, je 4% stehen am meisten auf „sex“, „ecstasy/mdma“ oder „moralin“. 3% schwören auf die kombination „adrenalin, koffein, kiffin“.
das zerstückelte ergebnis setzt sich in den zahlreichen 2%-antworten fort, dazu gehören: „nikotin“, „lsd“, „adrenalin, koffein, nikotin – halt ’sport‘, du verstehst?“, „1.kristi sollte zum konsum, zumindest einiger der obenstehenden stoffe aufrufen. 2. saufen, kippen, kiffen…staaani“ und schließlich „der freidenka empfiehlt: 50 mg synthetisches coffein plus 30 mg aspirin und 20 mg ephedrin“. abgeschlagen auf dem letzten platz landeten mit immerhin noch 1% die „pilze“.
die zahlreichen kombinationsantworten deuten darauf hin, dass hier mehrfachnennungen durchaus sinnvoll gewesen wären, aber wie allgemein bekannt ist, erlaubt das umfrage-plugin democracy diese leider nicht. die neue umfrage schließt sich in gewisser weise inhaltlich an, es geht um ein aktuelles thema, das zwar mit fus- anfängt, aber, wie sich aufmerksame leser_innen aufgrund einer bereits geäußerten abneigung von kristi denken können, nicht mit -sball aufhört, auch wenn diese hier gar nicht genannte droge momentan scheinbar alle welt berauscht und in euphorisierte zustände versetzt, die zu lasten unbeteiligter gehen.

kleinigkeiten

blöd: mein neuer mate ist heruntergefallen und hat einen fetten riss, der ihn unbenutzbar macht:

mate kaputt

gut: beim aufräumen diverse kleine sachen finden, die ich teilweise schon länger vermisst und gesucht habe:

aufräumausbeute

zuhause

ich dachte ja, ich hätte mehr zeit zum bloggen, einmal wieder am heimischen schreibtisch angelangt, könnte sofort die neue umfrage starten und noch ein paar urlaubsimpressionen loslassen. doch pustekuchen! die zeit rinnt mir durch die finger, dinge wollen erledigt und arbeit getan werden. das tolle aus berlin mitgebrachte armbild verblasst langsam, während die sentimentalität ansteigt.

arm art

aber fitze ist endlich wieder da und scheint mir bis jetzt ungefähr der einzige in meinem hiesigen umfeld zu sein, mit dem eine fußball-verweigerungs- haltung konsequent umsetzbar ist. ansonsten bin ich entsetzt über mir nahe stehende menschen, die ernsthaft den plan verfolgen, sich in den nächsten wochen täglich diesen scheiß reinzuziehen!

standbild

auch wenn es kaum noch so schien, konnte es doch noch besser werden. selbst von dem scheiß-fußball lässt kristi sich die stimmung nicht verderben. warum kann das leben nicht immer so freundlich sein? ich könnte euch jetzt noch ein paar partyrezensionen schreiben und lustige groupie-beobachtungen wiedergeben, aber ich muss jetzt erstmal meine ferien zu ende genießen!

geschwafel, morgens um vier

am alexman muss kristi nur nachts mit einem internetverbundenen pc alleine lassen, dann gibt es auch wieder mal eine meldung aus dem urlaub. wenn dann noch die eigene blogadresse dem fremden rechner schon bekannt ist, freut kristi sich um so mehr.
vor lauter verabredungshopping findet kristi im moment kaum noch zeit fürs netz, aber das kann ja auch mal nicht schaden. es ist schön in berlin, kristi möchte am liebsten gar nicht mehr wieder weg. wenn da nicht noch die lieben zuhause wären … kristi hat jetzt übrigens die homebase gewechselt und lernt jetzt das leben in einem wohnprojekt und einen anderen stadtteil kennen. wobei es doch immer wieder richtung kreuzberg zieht! aber ganz schön rumgekommen die letzten tage. das neue regierungsviertel mitsamt hauptbahnhof erkundet und den mauerpark besucht. auswärts frühstücken gewesen. schwarzwälder kirsch in einem reggae-beachclub in der sonne gechillt und die east-side-gallery angeschaut. einen geburtstag mit köstlicher schwarzwälder kirschtorte gefeiert. regelmäßig nach sonnenaufgang schlafen gegangen. tolle menschen kennen gelernt und wiedergetroffen. mittlerweile in sieben verschiedenen betten geschlafen (nein, nicht was ihr jetzt denkt …). kristi lässt es sich also gut gehen und wird von allen gut behandelt. was will man mehr?

offline-begegnungen

zum glück hatte ich einige, darunter der großteil der auswärtigen gäste, schon am vorabend kennen gelernt. bereits dort eine merkwürdige situation, wir standen im kreis, während koljah & tai phun auf der bühne rappten, und schielten uns an. es war erst einmal eine halbe stunde der körperwahrnehmung nötig, um die hemmschwelle des gesprächbeginns zu überschreiten. einmal das eis gebrochen, hatte ich mir mit sammelsurium aber doch so einiges zu erzählen, eine angenehme begegnung. zeank war ziemlich betrunken und versuchte uns von den vorteilen des bierkonsums zu überzeugen, dabei hatte ich ihn mir doch auch eher als mate-trinker vorgestellt!
nach diesem erstkontakt wurde mir der besuch der x-berg-party etwas erleichtert, trotzdem ein komisches gefühl, sich plötzlich im „realen“ leben einem haufen leuten gegenüber zu sitzen, die in der eigenen wahrnehmung bis dahin nur aus schrift bestanden. bei jedem neuen gast die frage, „wer“ sich denn dahinter verbirgt, fast enttäuschung bei den wenigen, die keine virtuelle identität vorweisen konnten. alle sahen anders aus als vorgestellt, wobei die vorstellungen meist auch gar kein gesicht hatten. da aber das kennenlern-potential an einem abend nicht unendlich ist und auch noch die mir inzwischen schon einigermaßen gut bekannten schokolade und kwalle meiner einladung gefolgt waren, kam ich gar nicht dazu, mich mit allen zu unterhalten. gerne hätte ich zum beispiel noch mit scrupeda übers tanzen gesprochen, während die kf-checker-diskussionen wohl größtenteils eh nicht so mein fall gewesen wären. der frauenanteil war leider erwartungsgemäß gering, aber immerhin weiß ich jetzt beim nächsten chat-besuch, dass sich zumindest hinter denen, die ich zu gesicht bekommen habe, freundliche menschen verbergen, die nicht so aussehen, als würden sie kleine kinder fressen :-)







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