fusion also

meine fünfte fusion, ich wusste ungefähr, was mich erwartet, und die vorfreude war bereits groß. ankunft die erfahrungen des letzten jahres beachtend reisten wir, ausgerüstet mit dem großartigen 20-euro-pavillonzelt, erstmals bereits mittwoch an, sparten uns die schlange und sicherten uns einen großartigen zeltplatz an der gewünschten stelle mit genügend platz für nachzügler_innen. noch etwas frisch und windig, wirkte das gelände am festival-vorabend ohne musikalische untermalung fast irreal, allerorts war man noch mit den vorbereitungen beschäftigt. doch schnell sprach sich die info rum, dass bereits am abend eine party im „schuhkarton“ steigen würde, auf der wir es jedoch nicht so lange aushielten, ein bisschen zu hektisch das hin und her in dem kleinen clubmäßigen raum. man hatte ja auch noch einiges vor sich, sodass der prä-abend ruhig kürzer ausfallen konnte. dubstation ab donnerstag nachmittag ging es dann langsam los mit dem programm, ich werde hier jetzt allerdings nicht chronologisch wiedergeben, was ich wann gemacht habe, abgesehen von der intention, die leser_innen zu schonen, würde ich es wahrscheinlich selbst gar nicht mehr zusammenkriegen.
in der tendenz habe ich mich eher treiben lassen, statt bestimmte acts anzusteuern, und die, bei denen ich gezielt war, habe ich eigentlich alle schon nach kurzem wieder verlassen. bei den zitronen war es zu stickig, la phaze schimpften nur auf bush und jan delay trat gar im d-land-shirt auf – angesichts dessen, dass nach dem viertelfinale ein jubel über den zeltplatz ging, der mich ab dem zeitpunkt schockierte, als ich erfahren hatte, dass leider nicht argentinien gewonnen hatte, war es wenig verwundelich, dass herr eißfeldt bei seinem prodeutschen auftritt wohl kaum widerstand erntete. woher sollten auch auf einmal 36.000 politisch korrekte menschen auftauchen?turmbühne aber das festival war ansonsten viel zu schön, um sich aufzuregen, deutschland-fahnen wurden zwar nicht offiziell von den securitys entfernt, aber konnten immerhin gegen ein vokü-essen eingetauscht werden.
getanzt habe ich zwar nicht exzessiv, aber immer mal wieder, mehr draußen als in den hangars. das wetter war den fusionist_innen gnädig, kein tropfen regen verirrte sich auf den boden. nachts war es zwar sehr kalt, aber dafür wurde die sonne tagsüber immer mehr. dank erwähnten pavillonzelt konnte uns das aber auch nicht um den schlaf bringen. einige nette und mir noch nicht bekannte elektroacts gesehen, wie zum beispiel dat politics oder e kreisel, dafür die angepeilten dj-sets größtenteils komplett verpasst.
leute hingegen habe ich eher geplant als zufällig getroffen, war sowieso praktisch gar nicht allein unterwegs, was den raum für spontane begegnungen ja doch minimiert.sonnenaufgang habe es aber auch sehr genossen, mit einigermaßen festen bezugspersonen unterwegs zu sein, auch wenn es manchmal leicht anstengend war, wenn zwischenzeitlich ständig irgendwelche verabredungen anstanden. am ende wollte ich wie so oft gar nicht wieder weg, glücklicherweise konnten wir den fahrer immerhin auf sonntagabend raushandeln.
ich hab jetzt bestimmt ganz viel vergessen, was ich noch berichten wollte, das trage ich dann nach, ebenso wie die auswertung der dazugehörigen umfrage und meinen kommentar zu der beliebten kritischen antwort. ein paar weitere fotos könnt ihr euch außerdem hier noch angucken.

4 kommentare

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  1. solltest du jetzt nicht auf dem FiFaFanFest sein? oder zumindest ganz in der nähe?


  2. ja, so war das … :)

    bis zum nächsten jahr (hoffentlich wirds nicht noch voller!). oh man, dauert das jetzt wirklich noch 358 tage?


  3. wie gesagt, nächstes mal tauch ich mit der größten israel-fahne die es zu kaufen gibt da auf, und dann bin ich gespannt ob es den secus oder wem auch immer immer noch so egal ist.

    also muss ich ja nächstes jahr hin.


  4. […] gerade entdeckt: timetable und lageplan sind online. erste eindrücke: wie schon befürchtet, ist a3 komplett autofrei, was zwar einerseits verständlich ist, aber andererseits schade, denn der platz war letztes jahr echt super: stellt sich nun also die frage, ob a1 oder a5 die bessere alternative ist, denn den vollgepackten wagen möchte man ja schon gerne in griffbereitschaft haben. diesmal auch wieder dabei: ein neuer pavillon, der sich letztes jahr echt als der hit überhaupt erwiesen hat (dieses jahr gab’s im baumarkt, wo ich letztes jahr das 20-euro-schnäppchen gemacht hatte – was leider von einer verleihung nicht zurückkam – nur die 50-euro-variante, aber der gute alte 1000 töpfe hatte einen für den halben preis, da reichte das budget gerade noch für den 6,50-grill). in den zeitplan müsste man sich jetzt erst mal reinfuchsen, um genaueres zu sagen. die tubebox scheint ganz gut bestückt zu sein, ansonsten freue ich mich schon auf stereo total (sa, 22 uhr, hangarbühne), die ich lange nicht mehr gsehen habe; kurz davor (20 uhr, seebühne) werde ich mir wohl robots in disguise angucken, von denen ich bisher nur gehört habe. console überschneidet sich am freitag gegen 22uhr mit alec empire, aber man kennt das ja sowieso, dass die vorher gemachten wann-guck-ich-mir-was-an-pläne meistens sowieso nicht durchgezogen werden. trotzdem würde ich mich natürlich freuen, wenn jemand einen bestimmten act empfehlen kann oder auch schon konkrete wir-treffen-uns-dann-und-dann-da-und-da-vorschläge hat. bleibt also nur noch zu hoffen, dass das wetter mitspielt, aber nach meinen erfahrungen liegt die fusion ja mysteriöserweise immer in einem ziemlichen gutwetterloch. […]


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