ein letzter tanz

dass kristi seit einem monat keine partyrezension mehr geschrieben hat, lässt sich nicht damit begründen, dass sie keine partys mehr besuchen würde, sondern liegt vielmehr daran, dass sie soviel feiert, dass da gar kein hinterherkommen mehr ist. und dass immer noch unglaublich viel geredet wird, sodass kaum noch zeit zum schreiben bleibt. aber keine angst, dass ändert sich bestimmt, sobald mit dem lernen für die prüfungen begonnen wird.
nun aber, die stunde zwischen frühstück und krimi gut genutzt, ein kurzes resümee zum zuende gehenden wochenende. es hat sich herausgestellt, dass kompromisse manchmal äußerst lohnenswert und indie/britpop-partys durchaus günstig zum kennen lernen geeignet sind. sich gegenseitig beim radiohead-mitsingen ertappen, dass kann bei elektronischer musik schlecht passieren. letztere verführt hingegen immer wieder zum endlos-aufenthalt, besonders wenn erst einmal gewartet werden muss, bis die tanzfläche genügend platz bietet. so geschehen beim gestrigen besuch im elekronikmilieu, ich könnte jetzt sentimental werden: die letzte elektro-party im zum monatsende erst mal schließenden hafenklang, ich vermeide ja sonst namensnennungen, aber hier ist noch mal ein nachruf angebracht.
blick aus dem hafenklang
eine institution im lokalen nachtleben, das heruntergekommene häuschen mitten im neu bebauten hafenrandgebiet, immer wieder einen besuch wert. gestern wurde es halb neun, und langsam bahnten sich touristische fischmarkt-besuchende ihren weg in die kaschemme. krabbenschalen im aschenbecher und verloren zwischen den partyüberbleibseln herumstehende muttis und vatis, das hat doch wirklich niemand bestellt. beim rausgehen fragte ich leicht pöbelnd zwei ältere herren, was sie denn da drin wollen würden, „mal gucken“, die einhellige antwort. nun gut, wer sollte es ihnen übel nehmen. andersherum habe ich es ja auch jedes mal genossen, in der morgensonne über den riesigen markt zu schlendern, heute morgen war es aber tatsächlich schon so spät geworden, dass ein durchkommen fast unmöglich war. und passend zum vorerst letzten mal habe ich dann auch endlich gelernt, dass die tatsache, dass die brötchen meist trocken und die kirschen schnell gammelig sind, einfach kein zufall mehr sein kann.
hafenklang mit fischmarkt
aber schön war die party, die musik ließ eine nicht in ruhe, selbst beim rumsitzen ein permanentes mitwippen. es bleibt die hoffnung auf eine gute ersatzlocation mit ähnlich abgefucktem flair, die dem clubsterben etwas entgegensetzt, und eine wiedereröffnung im nächsten jahr, die etwas von dem alten charme erhält.

2 kommentare

der URI für den trackback dieses eintrags ist: http://kristi.blogsport.de/2006/08/13/ein-letzter-tanz/trackback/

  1. Liebe Kristiiiii
    beso beso beso…!


  2. […] drei monate nachdem das alte domizil seine pforten geschlossen hat, war es an diesem wochenende nun soweit – endlich eröffnete das hafenklang im exil. die opening party war wahnsinnig gut besucht und total super, statt vieler worte hier jetzt aber nur ein paar impressionen zur vorfreude auf das, was da noch kommt: […]


RSS-feed für kommentare zu diesem eintrag

kommentar hinterlassen

leider ist der kommentarbereich für dieses mal geschlossen.




Datenschutzerklärung




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: