geschlossene gesellschaft
den entspannten nachmittag leitete man mit einer runde ohne wühlen über den beliebten flohmarkt ein, bevor als erster interessanter punkt die begegnung mit riot propaganda gesucht wurde, welcher aufgrund eines mir übermittelten fotos äußerst leicht zu identifizieren war. nach einigen nicht erwähnenswerten bands, die zum rückzug in den biergarten verleiteten, spielte mit schneller autos organisation das highlight des tages auf.

lange nicht mehr gesehen, die jungs, so überraschte der deutliche trend zur hamburger schule in den neueren stücken. die letzte band narcolaptic verführte einige zum pogen zwischen fahrradständern, während andere sich die übertragungen des parallel laufenden pokalspiel des kiezvereins zu gemüte führten. praktischerweise ging es in die verlängerung, sodass das erste lagerfeuer erst brannte, nachdem die zum fest gehörige party bereits ihre türen geöffnet hatte.

die erfahrungen aus dem letzten jahr beachtend, entschied ich mich diesmal für den sicheren weg und holte mir gleich einen stempel. beobachtete noch kurz das geschäftige treiben erlebnisorientierter jugendlicher, aber nachdem sich die ersten uniformierten im park bereitstellten, trat ich die flucht nach innen an. aufgrund fehlender schaufenster entging mir zwar die große show, aber ein paar skurrile momente boten sich trotzdem. von der tanzfläche aus einen wasserwerferstrahl vor der tür zu sehen passiert ja auch nicht alle tage. ab irgendeinem punkt war der zugang zum gebäude nicht mehr gewährleistet, die noch recht spärlich gefüllte tanzveranstaltung musste sich vorerst mit den vorhandenen besucher_innen begnügen, die ja auch nicht einfach wieder gehen konnten. immerhin war die musik ganz nett, und aufgrund der lage machte es nicht mal etwas aus, im zweifelsfall mehr oder weniger alleine zu tanzen.

um kurz vor drei dann öffnete sich dann endlich die tür und diejenigen, die sich die straßenschlacht aus den gegenüberliegenden cafés zu gemüte geführt hatten, konnten sich zu den eingeschlossenen dazugesellen und so feiern, als wenn nichts gewesen wäre.
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mittlerweile gibt es auch zahlreiche berichte von „draußen“:
ausführlich und reich bebildert: riot propaganda
wild und gewohnt dumpf diskutiert: indymedia
festnahme-methoden kritisierend: taz hamburg
bisher völlig unbekannt: gegenglück
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liebe kristi, ich trage mich mit dem gedanken ein ganzes buch mit partyrezensionen zu schreiben… vielleicht müsste ich dich dann wenn die den titel wollen
ein wochenende nach berlin einladen zum austausch besooo
vollverpflegt natuerlich…
das hätte man alles dramatischer darstellen können! man muss ja nicht so weit gehen wie die TAZ (guantanamo, wie lächerlich). aber die ersten schwarze vermummten uniformierten von der BFE einheit oder solche formulierungen.
oder während wir mit etwa 100 leuten im vollständig von den bullen abgeriegelten gebäude ausharren mussten während alle die egal in welche richtung den belagerungsring durchbrechen wollten sich scharmützel mit den einsatzkräften liefern mussten setzen wir die parole nach der wir noch tanzen werden wenn an die da draussen keiner mehr denkt tatkräftig um.
so geht ein reisserischer blogeintrag!
@paul: warum nicht, sag noch mal bescheid, wenn es ernst wird!
@fitz: hätte, hätte, hätte. schreib doch deinen eigenen bericht, wenn dir meiner nicht passt
[…] Artikel auf kristi´s blog Artikel von gegenglück […]
[…] Update 12.09.06 – 00.02: Bei kristi (auch unbekannt – winkewinke!) und riot propaganda (s. Pingbacks in den Kommentaren) gibt’s nicht nur Berichte sondern auch die Links zum Pressemüll über das Schanzenfest. […]