konzertbesuche

nach einigen wochen habe ich mal wieder meine fotos auf den rechner gezogen und es waren einige dabei, die ursprünglich entstanden, um die entsprechenden rezensionen zu illustrieren. da diese aber nie geschrieben wurden, gibt es heute eine art rundumschlag, mehr bild und weniger text.

lake me
lake me spielten irgendwann im dezember, es war trotz sehr schöner musik leider äußerst leer. mir kam es vor wie eine kreuzung aus singer-songwriter und postrock, auch wenn meine argentinische begleitung etwas härter ins gericht ging und meinte, es klänge nach country mit einem touch grunge!

egotronic im exil
die kennt ihr ja. das bild ist jetzt auch nicht besonders schön, aber der vollständigkeit halber … als das publikum nicht ordentlich genug mitging, wurde übrigens ein kasten bier spendiert. mir hat es allerdings auch ohne alkoholische bestechung gefallen, aber apropos: danke nochmal für den gratisvodka!

randy's ripchord
randy’s ripchord spielten zum letzten mal mit gitaristin linda, man darf gespannt sein, ob das glamour-punk-trio mit den eingängigen stücken adäquaten ersatz findet.
sixty stories
im anschluss die entzückenden kanadier_innen von sixty stories, die mich und die anderen in den ersten reihen pausenlos mit einem lächeln tanzen ließen. ich frage mich, warum ich die zwar schon seit ewigkeiten vom namen kannte, aber bisher noch nie gehört geschweige denn gesehen hatte – im nachhinein wurde mir erzählt, dass ihre zeit eigentlich schon ein bisschen vorbei sei.

besonders schön kam mir der eben erwähnte, insgesamt eher frauendominierte abend vor, als ich mich ein paar tage später im leider wohl doch noch eher üblichen männerambiente wiederfand.
holy ghost revival
im gegensatz dazu, was danach noch kam, waren holy ghost revival mit ihrem an axel rose erinnernden sänger ja noch ganz witzig.
fucked up
bei fucked up fühlte ich mich dann aber definitiv auf dem falschen konzert, hatte ich doch ursprünglich ein anderes für den abend vorgesehen. unglaublich prollige veranstaltung, überhaupt nicht meine musik, kein wunder, dass ich niemanden dort kannte. über das aussehen des sängers äußere ich mich mal lieber nicht, schließlich wurde ich gleich auf der toilette daran erinnert:
schön-hässlich-lookism

bei dem konzert am nächsten abend hatten sich die auftretenden dann doch ein bisschen mehr mühe mit den kostümen gegeben, fast konzeptkunst das ganze. es eröffneten elsweat and his sweatpearls, die allerdings wider erwarten gar keine elvis-, sondern diverse andere cover spielten.
elsweat and his sweatpearls
aber wir waren erstmal sowieso glücklich, da zwar schon das ausverkauft-schild draußen hing, wir aber nach einem kurzem verzweiflungsmoment ob mangelnder abendplanungsalternativen dann doch zu den letzten gehörten, die doch noch reinkamen.
butch meier
und nicht zu früh gefreut: butch meier überzeugten, ohne dass auch nur ein hauch von sympathie für country oder fleisch vorhanden sein musste. ich kannte sie bis dato nur vom hörensagen, aber ich kann einen besuch ihrer shows, am besten vor geübtem publikum, nur empfehlen! (zum glück war ich während des einsatzes der senf-kanone gerade auf der toilette, die besprenkelten damen, die mir danach entgegen kamen, wirkten nicht gerade erfreut ….)

6 kommentare

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  1. Ich fand Lake Me großartig. Ich glaube, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen deiner Stileinschätzung und der deiner Begleitung.


  2. gratisvodka? jederzeit wieder! :)


  3. den kasten gab es nicht deswegen weil das publikum „nicht ordentlich genug mitging“. wenn es überhaupt einen anlaß für den kasten gab außer den das bier irgendwie ganz gut ist, dann wei das publikum so geil mitgemacht hat…


  4. cih würde eher vermuten: es gab den kasten, da der chef sich gern in der rolle des kasten auf die bühnetragenden chefs sieht. Oi! vergangenheit, ich hör dir trapsen.


  5. auch wenn es keine bewusste intention gewesen sein mag: mir kam es durchaus so vor, dass die menschen nach der bierausgabe insgesamt weiter vorne standen und beherzter mitgesungen haben. sollte aber auch keine kritik sein, ich finde extra-gimmicks bei konzerten prinzipiell super, auch wenn ich selbst gar kein bier trinke.


  6. […] kristi über ihr drittes egotronic-konzert im dezember 2006 […]


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