kristi empfiehlt

60 Jahre nach Kriegsende begibt sich Filmemacher Malte Ludin auf Spurensuche nach der Geschichte seines Vaters Hanns Ludin, eines überzeugten Nationalsozialisten, der 1947 als verurteilter Kriegsverbrecher hingerichtet wurde. Verdrängung, Schuld und Tabuisierung innerhalb einer Familie zeigen, wie wenig vergangen die Vergangenheit ist.

heute abend um 23.05 uhr bei arte:
2 oder 3 dinge, die ich von ihm weiß
dokumentarfilm, deutschland 2003

6 kommentare

der URI für den trackback dieses eintrags ist: http://kristi.blogsport.de/2007/02/19/kristi-empfiehlt/trackback/

  1. liebe kristi;)
    herzlichen dank für den tv-tip.die abwehrdiskurse der tätergeneration und deren brut werden gut dargestellt.später mehr dazu.


  2. […] Malte Ludin Februar 20, 2007 at 2:45 vormittags | In TV, Dokumentarfilm, Geschichte, Personen, NS | 60 Jahre nach Kriegsende begibt sich Filmemacher Malte Ludin auf Spurensuche nach der Geschichte seines Vaters Hanns Ludin, eines überzeugten Nationalsozialisten, der 1947 als verurteilter Kriegsverbrecher hingerichtet wurde. Verdrängung, Schuld und Tabuisierung innerhalb einer Familie zeigen, wie wenig vergangen die Vergangenheit ist. via Empfehlung von kristi* […]


  3. ich hatte bisher auch nur von dem film gehört und ihn im kino verpasst, fand ihn aber wirklich sehr überzeugend. aus der einschlägigen literatur bekannte topics wie die schuldabwehr (natürlich wusste man von nichts), viktimisierung (der nazi als opfer hitlers) und heroisierung (etwa, wenn die enkel ihn in ihrer kindheit als „widerstandskämpfer“ wahrgenommen hatten) kamen sehr plastisch zur sprache, und gerade die familieninterne perspektive mit den realen und ungeschönten auseinandersetzungen fand ich sehr spannend. wer ihn gestern verpasst hat: wiederholung am donnerstag, 22.02.2007 um 15.15 uhr


  4. Was wüsste man denn jetzt mehr von der Politik der Nazis und den Deutschen Bürgern, wenn man weiß, dass sie verantwortlich mitgemacht haben (schuldig waren)? Wofür ist diese Erkenntnis entscheidend? Für die imaginäre Richterin Barbara Kristi und Richter Alexander Zuppi und deren Urteilsspruch?
    Es ist eine verkehrte Betrachtungsweise, aus dem mitmachenden Willen etwas über die Sache (NS-Politik) erfahren zu wollen. Verkehrt, weil es den Blick auf das Wesentliche verstellt, nämlich was wollten die Nazis, wenn sie den Schaden anrichteten, den sie angerichtet haben. Nur – und wirklich nur – aus so einer Betrachtung weiß man auch, womit man es zu tun hat und wie man dagegen vorgeht.


  5. @schuld und sühne: was ist jetzt bitte dein problem? wer entscheidet, was „das wesentliche“ ist? wie kommst du darauf, dass es hier um urteilssprüche geht?
    es geht bei dem film nicht darum, etwas über ns-politik zu erfahren (was nebenbei vielleicht auch passiert), sondern um den umgang der nachfolgenden generationen damit. als hintergrundlektüre empfehlenswert dazu ist übrigens der welzer, aber mir scheint, das thema, um das es hier geht, interessiert dich eigentlich gar nicht, da du es ja als „verkehrte betrachtungsweise“ abstempelst.


  6. habs auch gestern gesehen und war sehr interessant!
    bekackte deutsche!!!
    danke für den Tip! :)


RSS-feed für kommentare zu diesem eintrag

kommentar hinterlassen

leider ist der kommentarbereich für dieses mal geschlossen.




Datenschutzerklärung




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: