viel zu voll

dass gestern ausgiebig gefeiert werden musste, war nach einer sich ewig hinziehenden gesundheitlich bedingten ruhephase klar. nur wo, stellte sich die frage. letzendlich reichten nicht eine, nicht zwei, nicht mal drei partys aus, um das bedürfnis zu stillen, sondern es musste annähernd alles ausprobiert werden, was der abend so bot.
es ging los mit meinem ersten besuch einer lesung von timolin, den ich seit gut zwei jahren schon gerne mal on stage erleben wollte. das thema war jetzt nicht das spannendste – es ging ums abitur –, aber die performance war nicht schlecht. und außerdem wurde mir sogar eine geschichte gewidmet, wann hat man das schon mal. oben im lesesaal war es angenehm leer, aber die party unten im selben etablissement war hoffnungslos überfüllt – eine tatsache, die sich über den abend durchziehen sollte. so etwa bei der nächsten station, wo sich geschätze 150 personen auf einer wg-party in zwei zimmern drängten. einen sekt geholt, mantel abgelegt, eine kurze runde gemacht, den mantel gleich wieder angezogen und einen platz auf der bank im hof ergattert, von wo aus der weitere verlauf geplant wurde. immerhin konnte ich die anderen überzeugen, der flshbx einen besuch abzustatten, die verni- und finissage in einem rutsch erledigte. ich finde ja neue locations immer spannend, die musik war auch die beste des abends, nur leider war es: hoffnungslos überfüllt. an zugang zum tanzraum war nicht zu denken, und so blieb es auch hier bei einem kurzen besuch.
als endstation winkte eine 80er-party im berufsjugendlichen-zentrum, was mir als alleinige option doch zu langweilig und altbekannt vorgekommen wäre, aber nach dem gedränge in den zuvor besuchten orten wie eine oase vorkam. bereits beim reinkommen fühlte es sich gewissermaßen wie ein nach-hause-kommen an, bekannte lieder, ein bekannter ort und bekannte gesichter, nicht zu warm und nicht zu kalt, nicht zu voll und nicht zu leer. eine kurze akklimatisierungsphase im sitzen brauchte ich zwar, war doch der bisherige abend nicht ganz ohne abstimmungsspannungen verlaufen. dann aber fing ich einfach an zu tanzen und der stress löste sich langsam. spätestens als ich zu „irgendwie, irgendwo, irgendwann!“ einen kurzen augenblick der euphorie erlebte, wusste ich, wonach ich mich gesehnt hatte. der verlust meiner kapuzenjacke (mir wurde da bisher noch nie was geklaut!) wurde dann noch dadurch ausgeglichen, dass sich überraschend ein höchst interessanter kontakt ergeben hat, sodass ich am ende einfach glücklich ins bett fallen konnte, mit dem zufriedenen gefühl, diesmal meinen plan durchgezogen und nichts verpasst zu haben.

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