war früher alles besser?

ich hatte die noch nie gesehen und kannte nur einzelne stücke, doch irgenwie hatte ich das schon im gefühl, dass sie mir gefallen würden. aber dass die soooo geil sind, wusste ich nicht. es grenzte nahezu an ekstase, man war sich vertraut in den ersten reihen.

kristi über ihr erstes egotronic-konzert im november 2005

torsun und hörm waren wieder mal ganz groß. die erste reihe war allerdings von ein paar jungen mädchen belegt, die durchaus auch bei tokio hotel reingepasst hätten, aber ihre textkenntnis ließ darauf schließen, dass sie schon absichtlich da waren. tanzte ich also neben necator (…) in der zweiten. zeitweilig gab es sogar richtig pogo, und ich fand es insgesamt richtig schön.

kristi über ihr zweites egotronic-konzert im april 2006

als das publikum nicht ordentlich genug mitging, wurde übrigens ein kasten bier spendiert. mir hat es allerdings auch ohne alkoholische bestechung gefallen, aber apropos: danke nochmal für den gratisvodka!

kristi über ihr drittes egotronic-konzert im dezember 2006

und das vierte im oktober 2007? nun ja, wie torsun schon schrieb, war es ausverkauft und die bühne wurde gestürmt. aber machte es das besser? ok, ich muss zugeben, meine mitgebrachte stimmung war an diesem abend nicht die beste, aber lust zu feiern hatte ich trotzdem. leider ist das aber nicht so richtig gelungen. ausverkauft hieß in diesem falle eben auch: der konzertraum war ziemlich voll. subdual hat das in seiner gestrigen radiosendung so schön auf den punkt gebracht: bands werden eben größer und damit geht dann auch die nette kuschelstimmung verloren. das ist natürlich schön für egotronic, jede band sucht ja den erfolg. und klar ist es auch super, wenn das publikum von alleine mitgeht und gar nicht erst groß dazu angehalten werden muss. aber ich fühlte mich in der ersten, und auch in der zweiten reihe nicht mehr wohl, suchte mir dann lieber ein plätzchen am rande, hielt mich gar eine weile im vorraum auf. ein grund war der gestank im raum: wie mir aus insider-kreisen zugetragen wurde, hatte in der vorwoche eine band dort etwas ausgeschüttet, was immer noch ziemlich nach kotze roch. ein anderer, und wohl eher ausschlaggebender grund war aber die attitüde des publikums, die stärker an fußballhooligans erinnerte als eine mir genehme partystimmung zu verbreiten. sicher, die leute hatten ihren spaß und den will ich ihnen auch gar nicht nehmen. nur gefiel mir persönlich es damals besser, als man entspannt mit seinen freund_innen tanzend vorne stehen konnte, ohne sofort von einer mit den armen in die luft hauenden und parolenskandierenden meute weggerempelt zu werden. aber was soll’s, die dinge ändern sich eben … und kristi natürlich auch.

42 kommentare

der URI für den trackback dieses eintrags ist: http://kristi.blogsport.de/2007/10/29/war-frueher-alles-besser/trackback/

  1. ich meine schon das sich diese dinge ändern. ich mochte es damals, als mensch mit ihnen sich in überschaubaren azs, oä unterhalten konnte und die musik ertanzen konnte. aber als, im conne island, die ihren auftritt hatten wusste ich schon vorher das ich es nicht bezahlen kann (nix mit 5 euro) und schon gar nicht dass ich das publikum ertragen könnte. deren musik ist auch einfach schlecht geworden. torsung und hörm haben ein problem mit sexismus etc.. das verwundert es mich auch keinesfalls das ihnen sowohl in hamburg als auch in leipzig „nie wieder deutschland“ grölende fussball-fans zur seite stehen. aber dann ist es auf keinen fall mehr mein cup of tea, obwohl ich auch meine einwände gegen großdeutschland habe ;)


  2. @elenore: freut mich, dass ich mit meiner einschätzung nicht ganz allein dastehe. und du hast sogar die sachen rausgelesen (oder anderweitig erahnt), die ich gar nicht geschrieben habe – beispielsweise, dass gesprächsmöglichkeiten diesmal kaum bestanden, oder was da gegrölt wurde … ich bin beeindruckt! :-)


  3. kaum hat man einmal nicht nach der show miteinander geplaudert (was ich allerdings schade fand, allerdings war ich nach der show in ein 2stündiges interview verstrickt, weshalb es wohl nicht möglich war), wird hier unwiedersprochen die behauptung hingenommen, dass ich kein problem mit sexismus hätte. das ist freilich sehr entäuschend!
    aber seis drum….
    cheers,
    torsun


  4. @torsun: tut mir leid, aber ich kenne dich einfach zu wenig, um auf die von dir beanstandete behauptung einzugehen (was im übrigen nichts damit zu tun hat, dass ich am samstag nicht mehr mit dir geplaudert habe), weder im positiven noch im negativen.
    elenore hat das jetzt sehr allgemein formuliert, deshalb ist es natürlich auch schwierig, darauf einzugehen. und ich wüsste jetzt einfach nicht, womit ich die behauptung widerlegen sollte, das müsstest du, oder jemand, der dich besser kennt, dann wahrscheinlich schon selbst tun.

    aber nochmal der genauigkeit halber:
    elenore schreibt:

    torsung und hörm haben ein problem mit sexismus

    torsun schreibt:

    die behauptung (…), dass ich kein problem mit sexismus hätte.

    was denn jetzt eigentlich – ein problem oder kein problem?


  5. aus dem zusammenhang in elenores text geht hervor, dass ich sexistisch wäre. ich kenne elenore nicht, weshalb mir ihre behauptung prinzipiell egal ist. dich hab ich allerdings schon 2 mal getroffen und bin mal davon ausgegangen, dass wenn du mich für sexistisch gehalten hättest wohl nicht mit mir geredet hättest.
    ich weiss nicht ob du elenore kennst, allerdings feierst du ihren beitrag ab und erklärst mir du würdest mich nicht genug kennen um die behauptung zu entkräften.
    find ich mehr als schräg, aber es sei dir gegönnt.
    ich für meinen teil werde auch weiterhin auf dämliche behauptungen von mir unbekannten anonymen spinnern im netz nicht eingehen, weshalb ich es auch damit nun abschliesse.
    tschüss,
    torsun


  6. ok. ich gebe zu ich habe da etwas mehr gekocht als ich es eigentlich wollte…
    ich meine schon dass die sprache die dort auf den ganzen blogs, videos, auftritten, interviews etc. schon zuweile sehr grenzwertig wird. einen sexismusvorwurf wäre dabei aber wohl hinfällig.
    hier auch ein besonderes exemplar text, mkurz zu egotronic: link

    so oder so geht es mir nicht um kleine, kuschelige azs(die sind eh meistens eher schlimm), sondern einfach darum das ich bei dieser atmosphäre keine musik hören kann, und so eine atm. kommt nicht nur von den fans…


  7. ich fand das konzert am samstag ja super. und gegröhlt: einmal wurde „nie wieder deutschland“-angestimmt, ich bin ja auch alles andere als parolen-fan (protofaschistische kackscheisse), aber das war relativ zu anderen events, auf denen sich ein derart publikum trifft (demonstrationen) doch sehr (!) harmlos, ja gerade zu angenehm, vor allem weil es schlimmere parolen gibt als „nie wieder deutschland“. mein senf: endlich mal stimmung in hamburg, viel besser als das „mit-verschränkten-armen-in-der-ecke-rumstehen-und-sich-ja-nicht-bewegen“– rumgemackere, was man sonst so antrifft.


  8. @torsun: ich lese aus elenores kommentar nicht, dass du ein sexist wärst, sondern die formulierung, dass ihr ein problem mit sexismus hättet, kann sich ja durchaus auch auf die stimmung auf den konzerten oder was weiß ich beziehen (hat elenore ja mittlerweile auch noch etwas erläutert)
    in meinen persönlichen begegnungen mit dir konnte ich kein sexistisches verhalten feststellen. ich habe dir gegenüber diesen vorwurf auch nie erhoben. dass ich dich zweimal getroffen habe, versetzt mich allerdings noch nicht in die position, über dich zu urteilen. aber gut, wenn du es richtig findest, mich aus deiner blogroll zu schmeißen, weil ich auf einen satz in einem kommentar auf meinem blog nicht eingegangen bin und dich nicht blind verteidigt habe, bitte.
    die eigentliche kritik, die in elenores kommentar mitschwingt und auf die ich mich in meiner zustimmung bezogen haben, ignorierst du hingegen völlig: dass die stimmung auf egotronic-konzerten, zumindest meiner einschätzung nach, immer unangenehmer wird.
    und übrigens hat elenore weder anonym kommentiert (sie hat ja ihr blog angegeben), noch ist sie eine spinnerin.


  9. @elenore: was meinst du mit dem verlinkten text? wird mir nicht so ganz klar, wo da jetzt der zusammenhang zur diskussion hier ist.


  10. der link war lediglich ein kurzer verweis auf egotronic und die ästhetik die sie transportieren: o-ton: „auf dieser platte werden leute gefickt“. (abgesehen davon mag ich diesen artikel :) )

    mir tut das alles irgendwie ganz schön leid, dass es so komisch ausgegangen ist. schliesslich war ich etwas voreilig und selber zu sehr parolenhaft mit meinem beitrag. die wut über ein solches happening der semi-linken hooliganscene in leipzig und anderswo lässt mir irgendwie kalt dass dort auch nette menschen da sind, und um subwave auch beizupflichten, dass die auch ihren spass wollen. nur was in der letzten zeit im conne-island passiert ist (http://conne-island.de/nf/147/27.html) macht mich eher ganz schön traurig und diese konzerte, im effekt, machen es nicht cooler. gar nicht.
    …sorry…


  11. Vielleicht war der Laden in Hamburg auch einfach ein bißchen zu klein und hat – wegen der Diskonebelaktion von Faust – zu schlecht gerochen. In Berlin und Leipzig hat das Drumherum mit Publikum und Bekannten nach meinem Dafürhalten besser funktioniert.


  12. @elenore: wenn schon zitieren dann richtig war… „Bonjour(…)auf dieser platte werden einige Leute gefickt“


  13. Nun, ich kenne die Leute auch nicht näher,

    aber ich muss schon sagen, ich finde es eigentlich eher angenehm, mal auf einem Konzert Leute zu treffen, die alle „Nie, nie, nie wieder Deutschland“ gröhlen, das passiert einem auch nicht allzu häufig.

    Mich hats unheimlich erfreut.


  14. @elenore: habe den th-artikel jetzt auch mal durchgelesen, ist schon ganz nett, auch wenn das jetzt mit dieser diskussion hier wenig zu tun hat. das zitat ist schon krass, und dabei, @curry, ist es ja inhaltlich auch nicht so bedeutsam, ob hier das „einige“ beim zitieren vergessen wurde.
    krasser aber die conne-island-sache: das hatte ich bisher nicht mitbekommen, und es macht deine perspektive noch mal klarer. so heftig geht es hier zum glück (noch?) nicht ab, aber ich muss zugeben, selbst anderweitig sexismus-diskussions-belastet in den abend gegangen zu sein. so was prägt dann natürlich auch die wahrnehmung.
    das man den leuten ihren spaß lassen sollte, habe ich ja oben auch schon geschrieben. wie man das hinkriegt, dass der spaß der einen nicht auf kosten der anderen geht, müsste man hingegen nochmal überlegen.
    wie ich oben schon schrieb, finde ich es extrem schade, dass bei torsun nur die „sexismus-keule“ als „privat-vorwurf“ angekommen ist, denn es geht ja hier gar nicht um ihn als person. deshalb bin ich auf das „sexismus-problem“ zunächst auch extra nicht eingegangen, um das fass hier gar nicht erst aufzumachen. vielleicht war mein fehler, das nicht gleich deutlich zu machen, da so in meine zustimmung zu deinem ersten kommentar reingelesen wurde, dass ich allem komplett zustimme, obwohl ich mich eigentlich zu dem punkt enthalten wollte.
    das wurde jetzt gegen mich interpretiert und ist genau nach hinten losgegangen. finde ich sehr schade, aber das kind scheint in den brunnen gefallen zu sein und torsun hat sich aus der diskussion verabschiedet. ist seine entscheidung …
    [und zur kenntnis: habe die links in deinen comments bearbeitet bzw. aktiviert, der eine hatte sich so in die sidebar reingefressen …]

    @classless: dass fülle und gestank zentral für das verminderte vergnügen waren, habe ich ja im ursprungsartikel schon geschrieben. ich meine allerdings nicht, dass diese faktoren die kritik an der hooligan-attitüde des publikums vollends auflösen. sie hatten hier eher eine verstärker-funktion.

    @julia: natürlich ist diese parole angenehmer als die meisten anderen. nur wenn ich auf ein konzert gehe, und gerade auf ein elektro-konzert, will ich tanzen, mitsingen, party machen. parolen rufen macht ja eigentlich eher sinn, wenn sie sich an außen- oder umstehende richten. in dem rahmen des konzerts wirkte es halt eher wie eine art selbstvergewisserung der eigenen radikalität.


  15. eins noch zu dem zitat (ich kenne den artikel und der schreiber hat es nichtmal fertig gebracht uns ein einziges mal richtig zu zitieren. gut recherchiert eben…)
    die single kam zu einer zeit, als der berliner „gangster-rap“ gerade gross rauskam und all seine grössen in interwievs ankündigten, dass auf ihren platten „einige leute gefickt“ würden. genau das sollte das von madame torett gesprochene zitat persiflieren, denn der darauf folgende song war „nein, nein“ und ist alles andere als aggro! er ist schüchtern. all das hätte der schreiberling leicht herausfinden können. es ging ihm aber nicht um aufklärung, sondern den diss.
    ansonsten hat er -wie schon erwähnt- uns konsequent falsch zitiert (und somit oft den kompletten sinn verändert) um uns dann für sein erfundenes zitat zu dissen.
    so einfach geht das. und das nun schon seit jahren.


  16. Tja, das verwaltete Spektakel:

    „Jeder, der sich mit dem Kauf seiner Eintrittskarte diesem Publikum inkoporiert, nimmt nicht mehr aktiv an dem Fest teil, sondern wird dessen passiver Teilhaber. Das frühere Fest tritt auseinander in Darbietung und Wahrnehmung, in die aktiv Aufführenden und die passiv nur noch Wahrnehmenden. Doch eben dadurch wird dieses Wahrnehmen selbst zur Aktion, wird es für die Aufführung seinerseits so notwendig wie der Auftritt der Akteure. (…) Durch die davon ausgeschlossenen Zuschauer erst wird es zu einem Werk. Es wird nicht mehr begangen wie das Fest, sondern als solches erarbeitet, vorgeführt, der Wahrnehmung dargeboten. Als das Fest zur Aufführung mutiert, tritt es auseinander in die getrennten Funktionen des Aufführens und des Wahrnehmens, und damit ergibt nur deren Verbindung wieder die Gesamtheit einer Aufführung. Zwischen beiden Funktionen nimmt dasjenige, wovon sie sich abtrennen, als Mittelglied jeweils eine besondere Form der Festigkeit an: das in sich abgeschlossene Werk und das feste Theatergebäude, wo sich die Träger der Funktionen zusammenzufinden haben, Akteure und Zuschauer in separierten Bereichen. Das Theatergebäude ist die petrifizierte Einrichtung der beiden getrennten Funktionen als solcher, Trennung von Bühne und Zuschauerraum.“

    (Eske Bockelmann: Im Takt des Geldes, S. 142f.)


  17. hallo.
    ich glaube, es macht in einem solchen blog wenig sinn, über einzelpersonen zu diskutieren, zumal sich die beteiligten hier zt gar nicht, zt nur vom sehen kennen, und die eventuell zu verhandelnden fakten nicht einfach für alle zugänglich wären, im gegensatz zu diskussionen etwa über eine autor_in, deren texte problemlos für alle einsehbar sind. abgesehen davon sind solche personalisierten blog-debatten meist außerpolitisch motiviert und tendieren zur virtuellen mob-bildung (siehe die berüchtigten blogsport/olifani-diskurse bzgl. pädophilie).

    dennoch wurde von kristi ein unbehagen artikuliert, das ich sehr legitim finde und das sich nicht mit einer löschung aus dem blogroll erledigt. ich würde erstmal ganz subjektiv kristis eindruck, dass sich die stimmung auf egotronic-konzerten verändert hat – und FÜR MICH eben zum schlechteren – teilen.

    es stellt sich nun die frage, ob wir es nur mit einer geschmacksfrage zu tun haben, oder ob dieser befund für eine kritische diskussion fruchtbar gemacht werden kann. ich glaube zweiteres. mir fehlt jetzt die zeit, das erschöpfend darzustellen, aber einige fragen möchte ich dennoch aufwerfen:

    - ist das einmütige skandieren von parolen – gleich welcher art – in einem von der außenwelt abgetrennten raum nicht etwas unangenehmes, dumpfes, kollektivierendes, identitätsstiftendes? verschluckt die form – alle stimmen in von der bühne vorgegeben sprechchor ein – nicht den sehr begrüßenswerten inhalt der parole?

    - sind es nicht gerade jene, soweit ich aus offline-gesprächen weiß, auch von torsun kritisierten, geschichtslosen jung-ADs, die das bild bei egotronic-konzerten prägen und eine mitunter rücksichtslose hegemonie ausüben?

    - ist raven wirklich das gegenteil von deutschland? wenn ja: was war und ist dann die loveparade? oder anders: steht spaß außerhalb der gesellschaft? aber geht nicht jeder bürohengst am wochenende gerne mal feiern und ‚einen draufmachen‘?

    - wenn also spaß und feierei nicht automatisch positiv besetzt sind, müsste man sich also den jeweiligen spaß genauer anschauen und differenzieren, wo ausgrenzungs- und herrschaftsmechanismen reproduziert werden und wo sie vielleicht durch eine gute party außer kraft gesetzt werden können. und da würde ich schon sagen, dass sich bei egotronic-konzerten zb eine gewisse männliche dominanz etabliert hat. das kann man jez nicht ohne weiteres der band anlasten, da kommen ganz viele faktoren zusammen, zb die vorwiegend männlich geprägte antifa-szene, desinteresse an feminismus in großen teilen der linken usw. aber problematisch bleibt sowas trotzdem.

    wie gesagt:
    es geht mir weniger um torsun oder die band, die ich mir immer noch dann und wann ganz gerne anschaue, sondern mehr um das gefühl, hier hat sich ein kult etabliert, der mit einer angeblich emanzipatorischen szene schwer vereinbar ist.


  18. hey waity,
    ich lösche mitnichten jemanden aus meiner linkliste, weil er/sie egotronic nicht mehr so dolle findet.
    das hab ich aber oben schon geschrieben, wollte es aber nochmal klarstellen.
    bestes,
    torsun


  19. ohja. wie faschistisch mit mehreren menschen zusammen einen liedtext mitzugröhlen. synchronität, die diese art von musik respektive ihre taktfolge notwendigerweise evoziert, ist antifeministisch, mackerhaft und identitär? ahja. und wer im zusammenhang mit rave nach der loveparade und deutschland fragt, dem stelle man die gegenfrage nach der spd.
    btw. was ist denn die „emazipatorische“ szene? und was ist die richtige art der feierei? handlungsanweisungen bitte! zu postmodernen kulturakademikern wie tim stüttgen gehen und sich vermeintlich dekonstruktivistische äh performanzen anschauen? den ganzen kulturpopeln und ihrem nischengelaber folgend, die reform betreiben. und als nächstes? ökostrom?


  20. liebe_R sonny g.
    konstruktive kritk bleibt aber genauso affirmativ, wie (post)antideutsche macker_Innen eklig bleiben.


  21. @ sonny:

    komm mal runter, musst ja schwer getroffen sein wenn du auf einige fragen hin so abgehst.
    deine forderung nach anderen partyrezepten ist quatsch, weil sich der verweis auf ein problem nicht dadurch erledigt, dass derdie kritiker_in keine konkrete alternative parat hat – siehe kommunismus.

    interessanter fände ich, mal durchzudenken, was einen linken, emanzipierten, whatever rave von, eben, der loveparade oder dem tresor oder cocoon unterscheidet – abgesehen vom erhöhten carharrt-anteil bei der bekleidung und den divergierenden parolen.


  22. es gab vor kurzem aus stuttgart ein ganz gutes kritikpapier an der hedonist international, das evtl. weiterhilft, habe aber gerade keine zeit das rauszusuchen


  23. die kritik an der hedonistischen internationale findet sich hier


  24. @w: meinst du das vielleicht?


  25. @sub: krass!


  26. super battle! einige sollten vielleicht aufhören die beleidigte leberwurst zu spielen und auf einige inhalte eingehen. zum konzert kann ich nichts sagen. so betrunken wie ich war ist mir nichts negatives aufgefallen. sonderlich überdurchschnittlich interessant fand ich es aber auch nicht. eine sache vielleicht: fand classless sehr unterhaltsam: so rein visuell.
    euer cheflookist


  27. @fitzcarraldo
    Genau! Mehr Lookismus wagen! ;) (Sorry, aber ich halte dat – also L. – fürn totales Scheißkonzept, zumindest für ein extrem unausgegorenes.)

    Alles was hier beklagt wurde hat doch damit angefangen, dass Egotronic die Haus- und Hofkappelle der Antideutschen wurde. Auf der einen Seite wird hier leicht wehmütig die verlorengegangene Exklusivität beklagt und auf der anderen Seite das Gebaren von Kids, die aus ner bestimmten Position in einer inner-linken Debatte eine neue Subkultur gebastelt haben.

    Das auf Parties alle möglichen gesellschaftlichen Missstände reproduziert werden ist doch ne banale Einsicht. Ich bezweifle, dass man durch fruchtbare Diskussionen über ein minimales Maß hinaus irgendetwas in Richtung richtige Party im falschen Leben erreichen kann. Die ganze Logik erscheint mir ein bisschen perfide. Müsste die Linke sich nicht um das gute Leben kümmern, anstatt um die richtige Party im falschen Ganzen?


  28. […] da schreibt man eine eigentlich harmlose partyrezension, antwortet (ok, vielleicht etwas unbedacht) freudig einem kommentar, und plötzlich gerät das ganze aus dem ruder und es entwickelt sich ein battle, wie ihn dieses blog seit monaten nicht mehr gesehen hat. weitere wortmeldungen sind da durchaus erwünscht, aber ich weiß dazu momentan eigentlich nicht mehr so viel zu sagen. […]


  29. bin ich eigentlich noch in torsuns linkliste?


  30. @fitzcarraldo
    Danke für die Blumen.


  31. @stricki: ja, hast du dich selbst nicht gefunden?


  32. ja, bin noch unterm diesem komischen nick gelinkt.
    um noch meinen senf ungefragt hinzuzugeben:
    ich finde torsun und natuerlich endi und auch die musik ok. allerdings bin ich angenervt vom eelpie wieder abgehaun, weil mir das angelotze von diversen breitarmigen jungantifamaennern davor etwas auf den keks ging.
    dieses austaxieren, ob denn mein punch haerter sein koenne als seiner ist nichts, was mir gute feierlaune bereiten kann.
    und leider konnte ich eben auch nicht schnell hinheingehen, weil der veranstalter diese merkwuerdige eingangskontrolle durchfuehrte.
    wobei ich dafuer natuerlich nicht den kuenstlern die schuld geben moechte.


  33. achso, waiting, weil du ja gern wieder davon anfaengst und das auch irgendwie dein paradebeispiel zu sein scheint: es gab damals keine verschwoererische online-mobbildung gegen irgendwen. du lagst einfach falsch mit der verbreitung dieser meinung. was diese anspielung nun in diesem thread zu suchen hat, ist mir voellig schleierhaft.
    ich diskutiere auch nicht darueber, wollte ich nur gern anmerken.


  34. @ saltzundessick:
    tatsächlich halte ich diese vorfälle incl. der nachbeben vor einiger zeit für paradebeispiele eines dummen, unreflektierten gemeinmachens mit der mehrheit gegen einen feind, zu dessen diskreditierung so ziemlich alle mittel legitim sein scheinen. vielleicht verweise ich darum ab und zu darauf, wenn es mir scheint, als ob sich dergleichen wiederholen würde (wobei das in der aktuellen diskussion überhaupt nicht eingetreten ist). dass nicht nur meine wenigkeit damals eine hetze auf unterirdischem niveau zu erkennen ‚meinte‘, kannst du gerne hier und in der zugehörigen kommentarspalte nochmal nachlesen.

    von ‚verschwörerisch‘ war meinerseits keine rede, konspirative organisation ist ja nicht gerade ein charakteristikum von mobs. wieso du mir das anlastet, ist mir unklar.


  35. ich werde mich hueten, das alles nochmal zu lesen.
    du hast deine legitime meinung, fuer mich stellt sich das eben etwas anders dar.

    beste gruesse


  36. ich laste dir gar nichts an. wenn du jedoch davon sprechen moechtest, sollte nicht unerwaehnt bleiben, dass sich eine horde politmacker anmasste, ueber eine bloggerin in diversen kommentarschlachten herzufallen. wenn du das mit mobbildung meinst, stimme ich dir zu. ansonsten werde ich mich natuerlich hueten, das alles nochmal zu lesen, egal in welchem blog was steht. dazu ist es nicht wichtig genug.


  37. na huch, jetzt kams zweimal. sorry, ich wollte nicht diskutieren.


  38. immerhin wichtig genug, als dass du mehrere postings darauf verschwendest.
    nevermind, mir liegt auch wenig an erneutem aufwärmen.


  39. […] Ich bin ja mal gespannt wie ich die bei Kristi bereits ausführlich behandelte Wandlung des Egotronic Publikums wahrnehmen werde. Da in dem heruntergekommenen und – nicht nur durch die Anwesenheit der Antifa Nierstein – recht abstoßenden Haus Mainusch heute Abend parallel auch noch eine so genannte Punkerkneipe stattfindet hoffe ich allerdings insgeheim auf diverse Pöbeleien und (bitte, bitte) auch Handgreiflichkeiten zwischen zugekoksten Antifacheckern und betrunkenen Punks. Zu Egotronic geht man schließlich nicht der Musik willen sondern wegen dem Spektakel. […]


  40. […] Die meist überschwänglichen und begeisterten Reaktionen nach den Gigs von Seiten der Veranstalter und Fans, die übertroffenen Erwartungen, der Taumel versetzen mich weiterhin ins Staunen. Erst im Nachhinein bemerke ich jedesmal, daß die skeptischen, kritischen, komplexeren Kommentare einfach untergehen. Vielleicht auch, weil die Art mit ihnen umzugehen von Seiten der Band darin besteht, sie einfach kurz zu zitieren und zu bloggen. Das wirkt gelassen und vielleicht sogar reflektiert, ist aber keine Antwort und ermutigt Kritik nicht gerade. (Ever heard of Snafu?) […]


  41. was ist denn jetzt eigentlich dieses ‚egotronic‘ und warum interessieren sich Leute dafuer? Kann mir das hier jemand sagen? Hat das etwas mit Kunst zu tun oder mit Literatur?


  42. @andreas: also schön ist das nicht – das e. ;)
    um auf das ursprüngliche problem zurückzukommen: ich persönlich häng mch daran nicht auf, aber eigentlich hat doch die erläuterung des hintergrund für egotronics sprache nichts an dem vorwurf auf den sich elenore bezogen hatte geändert oder? hab mich nur grad gefragt wie denn damit in der langen zeit in der die besagte kombo mit diesen vorwürfen gejagt wurde damit von ihnen umgegangen wurde. wurden alle aus div. linkslisten gelöscht? ich hab dieses lager jetzt auch schon länger aus ästhetischen gründen gemieden und weiß es daher echt nicht und bin ganz verwundert über die empörung, das opfertum und das beleidigtsein. das kommt irgendwie bei solcherlei themen und vorwürfen irgendwie immer unseriös rüber.. [brücke von einzelpersonen zum falschen ganzen] hab trotzdem nich verstanden warum ihr, kristi und elenore so aprupt den schwanz eingezogen habt.. egal..
    zur guten party im falschen ganzen: ich find raven war schon scheiße als das nur ein nickname für gothics und neopagane war ;)


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