déjà-vu

ein aktuelles fundstück, vielleicht besonders interessant für mpunkt & co

Bevor ich Uli kennen lernte, hatte ich immer gedacht, ich sei irgendwie „links“, aber der Zahn wurde mir im Laufe der abendlichen Sitzungen im Karl & Rosa gezogen. „Weißt du“, sagte Uli, „ich finde es ja okay, dass du so denkst, aber du argumentierst von einem moralischen Standpunkt aus.“ Moralische Empörung, erklärte Uli, ersetze aber noch keine politische Analyse, im Grunde sei meine Haltung eine bürgerlich beschränkte, da könnte ich mich so international gebärden, wie ich wolle. So genannte Linke wie ich wollten am Ende doch nur ein besseres Deutschland, darauf laufe es immer hinaus, das Problem sei aber gerade der deutsche wie überhaupt jeder Staat. Ohne eine Analyse der Herrschaftsverhältnisse gehe es eben nicht, darauf wolle er nur mal hinweisen.

so erzählt daniel wiese in seinem artikel der untergang von karl & rosa über gleichnamige – nunmehr geschlossene – ottenser kneipe in der taz nord. irgendwie kam mir die argumentation dieses ex-wirts doch bekannt vor, als ich das heute abend so las. und siehe da – drei sätze später kommt auch schon die auflösung:

Im Bücherregal an der Wand lag neben der taz und konkret, deren Ansichten Uli eher weniger teilte, der Gegenstandpunkt aus







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