das ist ja auch kein stehweg!

endlich konnte ich ihn einmal einsetzen, diesen coolen spruch, den mir einst eine berliner_in als schlagfertige antwort bereitstellte und der einfach nur passte zu diesen fünf älteren männern, die mal wieder den gehweg auf dem schulterblatt blockierten und sich das obligatorische „das ist doch hier kein fahrradweg“ nicht verkneifen konnten. zumindest kurz irritiert wurden sie vermutlich.

unkraut

wie ich (für die aufmerksame leserin) bereits andeutete, interessiere ich mich seit einiger zeit für grünpflanzen aller art. im zuge der lektüre meines „grundkurs pflanzenbestimmung“ konnte ich den „aufrechten sauerklee“ (oxalis stricta) in meinem balkonkasten bestimmen, oxalis stricta dessen früchte bereits damit zugange waren, massen an kleinen weißen samen zu produzieren.

meine „balkonmischung hängend“, die in diesem kasten zugange ist, verzeichnete jedoch keinen sauerklee auf der sorgsam aufbewahrten verpackung. eine kurze internet-recherche ergab nun, dass es sich bei diesem gewächs mehr oder weniger um ein „unkraut“ handelt.

nun stand ich also vor der alternative, pflanzen-nazi-mäßig dem sauerklee den garaus zu machen um den nebenstehenden edelwicken und trichterwinden mehr raum zu verschaffen, oder dem wilden wachstum seinen lauf zu lassen. ich entschied mich für die harte variante mit der unterscheidung in gute und böse pflanzen. ob ich mich dafür jetzt schlecht fühlen soll, weiß ich nicht.

urlaub

habe gerade wohl zum ersten mal seit jahren eine gute woche verbracht, ohne auch nur einmal kurz ins internet zu gehen. die blockade wurde immer größer, aber gerade kam dann doch der moment der überwindung. und nachdem die pflicht erledigt und die meisten der 150 neuen mails gelöscht sind, kann ich ja jetzt auch hier mal ein paar zeilen hinterlassen.

befinde mich gerade im post-fusion-erholungsurlaub auf balkonien und das wetter meint es gut mit meiner zeitplanung (nur die baustelle am straßenrand nervt etwas). jeden tag ausschlafen, endlos carcassonne spielen, das zelt-schlafsack-gepäck-usw.-chaos chaos sein lassen und mich an meinen in diesem jahr wesentlich großzügiger als sonst ausgefallenen bepflanzungen erfreuen – das hat schon was für sich. und das schönste daran: weil es richtiger urlaub-urlaub ist, brauche ich nicht einmal ein schlechtes gewissen zu haben!

optik

wow. die kombination aus neuer brille, geputzten fenstern und frisch ausgetriebenen blättern an den bäumen gibt echt ein kleines fest für die augen! leider kann ich meinem avatar gar keine neue brille aufsetzen, aber immerhin sieht die einzige zur verfügung stehende nicht-sonnen-brille der neuen sowieso viel ähnlicher als der alten. so ähnlich als wenn sich der halter dem hund anpasst, irgendwie.

frühling ist …

… unter vogelzwitschschern von der party nach hause gehen …

… einen nachmittag auf dem balkon verbringen und dort blumen aussähen …

… mit dem fahrrad zur arbeit fahren und dabei nicht mal frieren …

(und nein, auch wenn anderslautende gerüchte im umlauf sind: tot ist dieses blog noch lange nicht, es ruht sich nur ein wenig aus.)

déjà-vu

ein aktuelles fundstück, vielleicht besonders interessant für mpunkt & co

Bevor ich Uli kennen lernte, hatte ich immer gedacht, ich sei irgendwie „links“, aber der Zahn wurde mir im Laufe der abendlichen Sitzungen im Karl & Rosa gezogen. „Weißt du“, sagte Uli, „ich finde es ja okay, dass du so denkst, aber du argumentierst von einem moralischen Standpunkt aus.“ Moralische Empörung, erklärte Uli, ersetze aber noch keine politische Analyse, im Grunde sei meine Haltung eine bürgerlich beschränkte, da könnte ich mich so international gebärden, wie ich wolle. So genannte Linke wie ich wollten am Ende doch nur ein besseres Deutschland, darauf laufe es immer hinaus, das Problem sei aber gerade der deutsche wie überhaupt jeder Staat. Ohne eine Analyse der Herrschaftsverhältnisse gehe es eben nicht, darauf wolle er nur mal hinweisen.

so erzählt daniel wiese in seinem artikel der untergang von karl & rosa über gleichnamige – nunmehr geschlossene – ottenser kneipe in der taz nord. irgendwie kam mir die argumentation dieses ex-wirts doch bekannt vor, als ich das heute abend so las. und siehe da – drei sätze später kommt auch schon die auflösung:

Im Bücherregal an der Wand lag neben der taz und konkret, deren Ansichten Uli eher weniger teilte, der Gegenstandpunkt aus

maus

aus mangel an energie für „echten“ content und weil ich mich sogar einigermaßen ein ganz klein bisschen drin wiederfinde bzw. mit dem ergebnis ganz gut abfinden kann:

You Are A: Mouse!

mouseSome people are scared of mice while others find them cute and cuddly. As a mouse, you forage for food and manage to sneek into everything, but prefer to stay out of sight. The phrase „quiet as a mouse“ isn‘t for nothing, however surprise one and expect a squeek!

You were almost a: Parakeet or a Kitten
You are least like a: Puppy or a SquirrelTake the Cute Animal Quiz

via

endlich

die hohe auflösung ist auch am ende der welt angelangt:


(c) google earth

abgesehen davon, dass ich diesen blick gern mal wieder im sentimental-ungläubig-glücklichen gefühl des landeanflugs genießen würde, kann ich aber gerade nicht klagen :-)

back to the roots

da schreibt man eine eigentlich harmlose partyrezension, antwortet (ok, vielleicht etwas unbedacht) freudig einem kommentar, und plötzlich gerät das ganze aus dem ruder und es entwickelt sich ein battle, wie ihn dieses blog seit monaten nicht mehr gesehen hat. weitere wortmeldungen sind da durchaus erwünscht, aber ich weiß dazu momentan eigentlich nicht mehr so viel zu sagen.

zeit, zurückkehren zu den üblichen banalitäten, um dem wohl nicht allzu bekannten untertitel dieses blogs gerecht werden (der da übrigens lautet: „hauptsächlich spinnkram“). zwei themen habe ich für heute vorgesehen. zunächst geht es um ein kleines neues feature von kristi *, vielleicht habt ihr es schon bemerkt: das favicon, wie der fachbegriff lautet, das kleine symbol in der adresszeile des browsers und in der lesezeichen-symbolleiste – mal davon ausgehend, dass ihr den entsprechenden link dort vermerkt habt ;-) . ich bin ein großer fan dieser symbolleiste und habe es zu einem sport gemacht, die anzahl der lesezeichen soweit es geht zu steigern. im moment bin ich bei 42, kann da jemand mithalten? damit man aber den namen des bookmarks leerlassen und somit den aufgewendeten platz erheblich reduzieren kann, ist es notwendig, dass die jeweilige seite so ein besagtes favicon bereitstellt (sonst findet man sich ja gar nicht mehr zurecht). dem sollte kristi * nun nicht länger hinterherstehen, und für halbwissende wie mich gibt es dann da so nette tools wie dieses. dafür braucht man nur ein quadratisches bildchen (leicht herzustellen z.b. mit einem kleinen programm wie photofiltre), und nach ein paar schritten des hoch- und runter- und wieder hochladens muss man dann nur noch einen kurzen code in die index-datei einbauen und schon steht das bildchen oben. und es gefällt mir so gut, dass ich am liebsten ständig draufklicken würde …

nun zum zweiten thema des heutigen abends. da der blöde bohlen in letzter zeit verstärkt die öffentlichkeit sucht, scheint es, dass dsds (ihr erinnert euch? damit hat kristi * euch schon in der ersten hälfte des jahres die ganze zeit genervt) bald wieder los geht (wird ja auch langsam zeit, postars läuft schließlich nur noch einen guten monat!). aber wann, das scheint rtl noch nicht so ganz klar zu haben, zumindest habe ich diese angabe weder dort noch bei der diesbezüglich eigentlich immer gut informierten wikipedia gefunden. aber für alle, und ich nehme an unter meinen leser_innen befinden sich dutzende davon, die gerne noch mitmachen wollen: morgen um 12 in berlin gibt es das letzte casting, für das man sich nicht mal anmelden muss!
interessant ansonsten an meinen diesbezüglichen rechercheergebnissen: mark medlock scheint der einzige „superstar“ zu sein, der bisher bei allen zuschauervotings (es gibt da ja ewig viele runden) auf dem ersten platz war! was mich auch zu der frage bringt, ob sein erfolg diesen traumergebnissen gerecht wird? da ich ja weder musikfernsehen habe noch mein radio solche lieder spielt, bin ich da ziemlich uninformiert und habe leider auch noch nie ein lied von ihm gehört. nun ja. ihr vielleicht? die neuste single ist anscheinend gerade rausgekommen. sagt zumindest wikipedia.

sehr erleichtert bin ich aber darüber, dass der firefox so nett ist, beim wiederherstellen kürzlich geschlossener tabs den dort vorher eingetragenen inhalt mitzuliefern. sonst wäre dieser beitrags aufgrund eines falschen klicks jetzt weg, dann müsstet ihr diesen spinnkram zwar nicht lesen, aber ich würde mich zumindest ziemlich ärgern.

mein erster mantel

ich war heute zu einer dieser gutbezahlten gesprächsrunden eingeladen, wo leute, die sich scheinbar meistens als vollzeit-berufstätige mit herbeihalluziniert wirkenden jahresgehältern, quotengerechten schulabschlüssen und gerne wohl auch ausgedachten arbeitsplätzen ausgeben, professionell befragt werden (denn die meinung von hartz-IV-empfänger_innen interessiert den kunden ja nicht, die können die produkte dann ja später eh nicht kaufen und sind deshalb auch nicht repräsentativ für die zielgruppe), was allein schon dadurch ziemlich absurd ist, dass vollzeit-arbeitende im regelfall nicht mal eben tagsüber ein paar stunden freimachen können, aber irgendwie scheinen die kunden diesen widerspruch nicht zu bemerken oder zumindest nicht bemerken zu wollen.
nun ja, das schicksal – oder wohl eher die quote – war mir in diesem falle gnädig, denn ich wurde „ausgemustert“ und konnte mit meinem geld sofort abziehen. statt stundenlangem rumgeschwafel über produktinnovationen, werbestrategien und vermarktungsideen durfte ich mich nun direkt in die konsumwelt stürzen und das nun praktisch umsonst erhaltene geld wieder ausgeben. und siehe da: im selben laden, in dem ich letztes jahr mein höchst erfreuliches turnschuh-schnäppchen gemacht hatte, wartete auch diesmal eine überraschung auf mich. den „sale“-ständer durchcheckend (unreduzierte ware kann ich mir in solchen läden dann doch nicht leisten), an diversen emily-the-strange-shirts vorbei, stieß ich auf eine kleine auswahl heruntergesetzter – wintermäntel. nun muss ich dazu anmerken, dass ich bis auf den gut 30 jahre alten wildleder-mantel meiner mutter, der dann doch etwas eng sitzt und nur in absoluten ausnahmefällen zum einsatz kommt, noch nie einen mantel mein eigen nannte. aber, vielleicht ist es dann doch das alter (irgendwann muss man ja wenigstens so tun, als wenn man erwachsen wäre), es schien der moment gekommen zu sein, meine mantel-verachtung aufzugeben, denn ein schwarzes exemplar der mir bis dato unbekannnten marke ragwear sprach mich sofort an. begünstigt durch den reduzierten preis von nicht mal fünfzig tacken und einen style, der eben nicht nach h&m aussieht, musste ich einfach spontan zuschlagen – denn wo sonst bekommt man zum herbstanfang winterbekleidung zum halben preis? plötzlich erschienen die vorteile eines mantels, meinerseits sonst stets ausgeblendet, ganz deutlich auf der hand: nie mehr kalte nieren, nicht mal beim fahrradfahren! selbst die oberschenkel kriegen noch ein bisschen wärme ab! man könnte dazu sogar einen rock anziehen und es würde gut aussehen!
auch wenn das glück des konsums ein täuschendes ist, musste ich mir doch zugestehen, dass mir der spontane kauf eine gewisse freude bereitete, und meine laune plötzlich einen sprung nach oben machte. zumindest kann der winter jetzt kommen, ich bin auf ihn vorbereitet.







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