kaviar im regen

am wochenende sollte es st. pauli kaviar regnen. der himmel entschied sich zwar in weiten teilen doch eher für das übliche h2o-gemisch, aber am boden gab man sich alle mühe. die auftaktveranstaltung wusste mit ganzen zehn interessanten kurzvorträgen zu fesseln, obwohl angesicht der rund 300 besucher_innen die sitzplätze in der pausenhalle mit elblick knapp wurden. dafür gab es aber kostenlosen sekt und hinterher waren alle noch verunsicherter, welche rolle man denn nun selbst in den aktuellen stadtentwicklungsprozessen gerade spielt.1 eine kurze werbeeinspielung empfahl als mögliche gegenstrategie übrigens das so genannte abwertungskitt, „mit wenigen handgriffen lässt sich das erscheinungsbild ihrer wohnung nach außen verschlechtern“.

wo man dann schon in der gegend war, bot sich ein besuch des nebenan stattfindenden punkkonzerts an. wie die bands hießen bin ich jetzt zu faul rauszusuchen, ich habe sie sowieso nicht angeschaut. aber egal, denn ich hatte trotzdem einen netten abend! zu bemerken wäre, dass das dortige kollektiv sich unverständlicherweise entschieden hat, club-mate neuerdings in den kleinen flaschen anzubieten, ich hoffe ja, meine missfallensbekundung wird wie angekündigt weitergetragen.

nach dem von mir nicht besuchten demo-rave am samstagnachmittag suchte ich dann wenigstens einmal das straßenfest auf. ein paar runden hin und her zwischen den verschiedenen musikstilen, ohne den diversen programmpunkten beizuwohnen, nur ein besuch der überaus gelungenen fotoaustellung „wagenleben 360°“ (o.ä.), in der bauwägen durch schicke panoramatechnik wie farbenfrohe luxuswohnungen erschienen, ein wenig getrübt die idylle nur durch den einen schwarzen wagen in der mitte, der kürzlich einem brand zum opfer fiel.

die kälte ließ es mir leicht fallen, mich für eine fernsehpause zurückzuziehen, bevor es dann abends auf die tuntengala ging. eine durchaus nette party, viele angenehme leute und ein bühnenprogramm, dass mit dem „rattenchor“ zu unterhalten wusste, während der anschließende vortrag über sexualität in homo-serien dann einfach nicht der stimmung im raum entsprechend war. aber glücklicherweise gab es ja diverse ebenen, und der buttclub hat gezeigt, dass es sich in ihm einfach besser tanzen lässt, wenn die tür kein eingang ist.

  1. für alle, die es verpasst haben, werden videoaufnahmen der vorträge angeblich noch heute ins netz gestellt [zurück]

zwischen trostpreis und hauptgewinn

in zeiten des nichtraucherscheißgesetzes gewinnen privatpartys, ohnehin eine meiner beliebtesten ausgehoptionen, noch mal um einiges an attraktivität. und so war die gestrige in meinen augen auch ein voller erfolg: da aus der wohnung ausgezogen wurde, war viel platz für viele leute, und ich war wirklich erstaunt, wen ich da alles traf. zudem wurden frische crêpes gebacken, gleich im flur konnte man am glücksrad drehen und tatsächliche gewinne erzielen, aber meist war der andrang doch zu groß, sodass ich ohne plastikkakerlake oder ähnliches nach hause ging. dafür mit einer reihe netter gespräche im gedächtnis (die entspannung am arbeitsmarkt scheint sich mittlerweile auch im freundeskreis niederzuschlagen), der ersten vertiefung einer reizvollen neuen bekanntschaft und im gegensatz zum rest der posse auch ohne kater am nächsten morgen.

verkleidet

fast zur tradition zu werden scheint die alljährliche bang-bang-verkleidungs-party für das weihnachtsmüde queer-affine publikum. „verkleidet euch wie comic- & trickfilm-stars“ hieß es dieses jahr, und nachdem ich im letzten jahr – da ging es um promis – zwar verkleidet, aber ohne ein bestimmtes vorbild damit zu verfolgen, losgezogen war, ging ich es diesmal etwas systematischer an. da es eigentlich nur einen comic gibt den ich jemals gelesen habe, war die auswahl klar, und so trieb ich nicht unerheblichen aufwand, mich meinem vorbild optisch anzunähern, zog strumpfhosen übereinander, steckte einen lang gesuchten weißen kinder-kragen ans kurze wollkleid und ein aus einer fliege gebasteltes haarschleifchen ausf stirnband. ich bekam auch viele komplimente (die stimmabgabe für das beste kostüm war leider bei meiner ankunft schon vorbei, irgendein schaf, von wallace und gromit glaub ich, hat den ersten platz belegt), musste nur leider feststellen, dass das freche nachdenkliche argentinische kleine mädchen aus den 60ern hier doch nicht so bekannt ist, wie ich dachte – sämtliche personen, die sich danach erkundigten, wer ich denn sei, konnten mit meiner antwort „mafalda“ nicht allzu viel anfangen. nun ja, ich hatte trotzdem meinen spaß, habe sogar ne ganze weile getanzt. der liebevoll mit allerlei comic-bildern dekorierte partyort leerte sich allerdings recht schnell, gut, so richtig voll war es auch zu keinem zeitpunkt gewesen – viele menschen zieht es zwischen den jahren denn wohl doch gen heimatlicher gefilde. von denen, die da waren, hatten sich aber doch einige große mühe gegeben, einzelne trugen sogar sprechblasen mit sich herum, auch wenn man nur bei den wenigsten erahnen konnte, wen sie denn nun darstellen wollten – in dem sinne konnte ich mich nun wieder beruhigen, dass ich nur nicht erkannt wurde, weil keiner das original kannte …

nichtblog

gestern abend beim saalschutz-konzert (mein erstes, welches mir im übrigen gut gefallen hat) diesen beitrag auf der rückseite eines flyers gefunden, den ich jetzt mal ungeachtet der möglichen intention der_des mir unbekannten verfasser_in zu einem doch-blog mache. kommentieren könnt ihr dann ja selbst:

war früher alles besser?

ich hatte die noch nie gesehen und kannte nur einzelne stücke, doch irgenwie hatte ich das schon im gefühl, dass sie mir gefallen würden. aber dass die soooo geil sind, wusste ich nicht. es grenzte nahezu an ekstase, man war sich vertraut in den ersten reihen.

kristi über ihr erstes egotronic-konzert im november 2005

torsun und hörm waren wieder mal ganz groß. die erste reihe war allerdings von ein paar jungen mädchen belegt, die durchaus auch bei tokio hotel reingepasst hätten, aber ihre textkenntnis ließ darauf schließen, dass sie schon absichtlich da waren. tanzte ich also neben necator (…) in der zweiten. zeitweilig gab es sogar richtig pogo, und ich fand es insgesamt richtig schön.

kristi über ihr zweites egotronic-konzert im april 2006

als das publikum nicht ordentlich genug mitging, wurde übrigens ein kasten bier spendiert. mir hat es allerdings auch ohne alkoholische bestechung gefallen, aber apropos: danke nochmal für den gratisvodka!

kristi über ihr drittes egotronic-konzert im dezember 2006

und das vierte im oktober 2007? nun ja, wie torsun schon schrieb, war es ausverkauft und die bühne wurde gestürmt. aber machte es das besser? ok, ich muss zugeben, meine mitgebrachte stimmung war an diesem abend nicht die beste, aber lust zu feiern hatte ich trotzdem. leider ist das aber nicht so richtig gelungen. ausverkauft hieß in diesem falle eben auch: der konzertraum war ziemlich voll. subdual hat das in seiner gestrigen radiosendung so schön auf den punkt gebracht: bands werden eben größer und damit geht dann auch die nette kuschelstimmung verloren. das ist natürlich schön für egotronic, jede band sucht ja den erfolg. und klar ist es auch super, wenn das publikum von alleine mitgeht und gar nicht erst groß dazu angehalten werden muss. aber ich fühlte mich in der ersten, und auch in der zweiten reihe nicht mehr wohl, suchte mir dann lieber ein plätzchen am rande, hielt mich gar eine weile im vorraum auf. ein grund war der gestank im raum: wie mir aus insider-kreisen zugetragen wurde, hatte in der vorwoche eine band dort etwas ausgeschüttet, was immer noch ziemlich nach kotze roch. ein anderer, und wohl eher ausschlaggebender grund war aber die attitüde des publikums, die stärker an fußballhooligans erinnerte als eine mir genehme partystimmung zu verbreiten. sicher, die leute hatten ihren spaß und den will ich ihnen auch gar nicht nehmen. nur gefiel mir persönlich es damals besser, als man entspannt mit seinen freund_innen tanzend vorne stehen konnte, ohne sofort von einer mit den armen in die luft hauenden und parolenskandierenden meute weggerempelt zu werden. aber was soll’s, die dinge ändern sich eben … und kristi natürlich auch.

viel zu voll

dass gestern ausgiebig gefeiert werden musste, war nach einer sich ewig hinziehenden gesundheitlich bedingten ruhephase klar. nur wo, stellte sich die frage. letzendlich reichten nicht eine, nicht zwei, nicht mal drei partys aus, um das bedürfnis zu stillen, sondern es musste annähernd alles ausprobiert werden, was der abend so bot.
es ging los mit meinem ersten besuch einer lesung von timolin, den ich seit gut zwei jahren schon gerne mal on stage erleben wollte. das thema war jetzt nicht das spannendste – es ging ums abitur –, aber die performance war nicht schlecht. und außerdem wurde mir sogar eine geschichte gewidmet, wann hat man das schon mal. oben im lesesaal war es angenehm leer, aber die party unten im selben etablissement war hoffnungslos überfüllt – eine tatsache, die sich über den abend durchziehen sollte. so etwa bei der nächsten station, wo sich geschätze 150 personen auf einer wg-party in zwei zimmern drängten. einen sekt geholt, mantel abgelegt, eine kurze runde gemacht, den mantel gleich wieder angezogen und einen platz auf der bank im hof ergattert, von wo aus der weitere verlauf geplant wurde. immerhin konnte ich die anderen überzeugen, der flshbx einen besuch abzustatten, die verni- und finissage in einem rutsch erledigte. ich finde ja neue locations immer spannend, die musik war auch die beste des abends, nur leider war es: hoffnungslos überfüllt. an zugang zum tanzraum war nicht zu denken, und so blieb es auch hier bei einem kurzen besuch.
als endstation winkte eine 80er-party im berufsjugendlichen-zentrum, was mir als alleinige option doch zu langweilig und altbekannt vorgekommen wäre, aber nach dem gedränge in den zuvor besuchten orten wie eine oase vorkam. bereits beim reinkommen fühlte es sich gewissermaßen wie ein nach-hause-kommen an, bekannte lieder, ein bekannter ort und bekannte gesichter, nicht zu warm und nicht zu kalt, nicht zu voll und nicht zu leer. eine kurze akklimatisierungsphase im sitzen brauchte ich zwar, war doch der bisherige abend nicht ganz ohne abstimmungsspannungen verlaufen. dann aber fing ich einfach an zu tanzen und der stress löste sich langsam. spätestens als ich zu „irgendwie, irgendwo, irgendwann!“ einen kurzen augenblick der euphorie erlebte, wusste ich, wonach ich mich gesehnt hatte. der verlust meiner kapuzenjacke (mir wurde da bisher noch nie was geklaut!) wurde dann noch dadurch ausgeglichen, dass sich überraschend ein höchst interessanter kontakt ergeben hat, sodass ich am ende einfach glücklich ins bett fallen konnte, mit dem zufriedenen gefühl, diesmal meinen plan durchgezogen und nichts verpasst zu haben.

schwarz vor augen

seit langem mal wieder eine mit freude erwartete party in der flora, endlich mal wieder ein partybericht auf diesem blog. eine angenehme besucherstärke (erst später erfuhr ich von einem einlassstopp, der sichtbar rechtzeitig verhängt wurde), viele liebe menschen dabei.
dem keller stattete ich einen kurzen besuch ab, einige schwören ja auf diese alles-fliessst-höhle, doch mir war es dann doch zu krass. die lautstärke der gar nicht mal schlechten musik konnte ich mit meinen festgedrückten ohrstöpseln ja gerade noch ertragen, doch für die restlichen umstände war ich vielleicht einfach schon zu alt (nicht nur gemessen an den umstehenden): die einzige beleuchtung bestand aus einem irgendwie seltsam eingestellten stroboskop, und ansonsten war der ganze raum voll mit nebel. einmal kämpfte ich mich tastend gegen das blendende (wenn den vorhandene) licht nach vorne, als dann aber eine schwade aus der maschine direkt unter mir hervortrat, hatte ich das gefühl, mir wurde schwarz vor augen – wurde es auch, nur lag es nicht an mir, sondern an der umgebung. dieses gar-nichts-mehr-sehen-können war für meinen körper dann doch zuviel, an den dichtgedrängt stehenden mich festhaltend fand ich meinen weg zurück nach oben, war froh, dass ich es geschafft hatte und ließ mich da unten vorsichtshalber nicht mehr blicken.
der weald-teil in der halle war dann doch eindeutig mehr mein ding, pantha du prince fand ich wieder sehr überzeugend (und da lass ich mir gar nichts sagen, wenn leute, die auf goa stehen, hier nicht auf ihre kosten gekommen sind). auch danach noch eine ganze weile schön entspanntes tanzen, mit reichlich platz zu angenehmsten minimal-klängen, so muss eine party sein. gerne wieder, danke schön.

vages gedächtnisprotokoll

auch wenn jetzt schon so viele berichte geschrieben wurden, und ich aufgrund meiner bis gestern defekten dsl-leitung etwas spät dran bin, wollte ich doch noch ein paar sätze über mein persönliches festival-erleben verlieren.
fangen wir von vorne an. aufgrund des dauerregens knickten wir den plan der mittwochs-anfahrt, packten stattdessen nur das auto, sodass wir es immerhin geschafft haben, donnerstag um 12 uhr dort anzukommen, und die sonn schien! dann aber die erste enttäuschung: alle a-zeltplätze waren belegt, aktuell war sowas wie c4 (richtig weit weg) im angebot, ein paar stunden später hätte man vielleicht noch auf die b-plätze (etwas weniger weit weg, dafür mit vollem trance-floor-sound) kommen können. nach kurzer genervtheit dann die glorreiche idee: bei der anfahrt hatten wir gesehen, dass der autofreie a3-platz noch relativ leer war. also fuhren wir auf a5, stellten die karre ab und marschierten mit sack und pack einige male rüber zur backpacker-zone, was die beste entscheidung überhaupt war. dort gab es endlos platz, und vor allem hielt der sich auch einigermaßen im laufe des festivals, sodass diverse nachzügler_innen ihre zelte bei uns aufschlagen konnten und es trotzdem noch mehr platz zwischen den zelten gab als anderswo.
der neue pavillon hatte zwischenzeitlich etwas mit den regenstürmen zu kämpfen, aber dafür waren wir umso zufriedener, vor der abreise noch zwei weitere seitenwand-planen erworben zu haben, die einen regenschutz gewährten, den wir nicht hätten missen wollen. mit fleischsüchtigen zu campen hat übrigens den vorteil, dass man sein brot (auf alufolie) toasten kann und gegrillter hallumi zum frühstück ist auch nicht zu verachten.
den donnerstagabend konnte ich schön mit lange nicht gesehenen alten freunden verbringen, das im richtigen augenblick zufällig die richtige person treffen hat auch geklappt und der erste sonnenaufgang, der den völlig ausgekühlten körpern wieder leben einhauchte, war mal wieder fusion-typisch wunderschön:
Sonnenaufgang Freitagmorgen
am freitag plagten mich leider tagsüber kopfschmerzen (merke: paracetamol verschlimmt, doch ibuprofen hilft), die sich aber glücklicherweise zum abend hin, den ich wie den samstag eher in der zwischen den üblichen vertrauten oszillierenden bezugsgruppe verbrachte, auflösten. habe zwar weder console noch alec empire gesehen, aber hatte trotzdem einen sehr schönen abend, von dem mir noch das tanzen an der turmbühne und der leckere kakao im trüben morgengrauen im gedächtis geblieben sind.
über den samstag haben auch andere schon geschrieben. ich habe auch robots in disguise, die ich sehr cool fand, und stereo total gesehen, von deren auftritt ich hier noch ein bild hätte:
Stereo Total Samstagabend
dann das erste mal nicht am sonntag gefahren, leider hatten allerdings einige freund_innen schon fertiggefeiert, als ich es am nachmittag dann mal richtung t(r)anzfläche geschafft hatte. trotzdem fand ich die zusätzliche letzte nacht super und würde das auch wieder so machen. die stimmung war die eines allgemeinen langsamen runterkommens, nachdem in der samstagnacht alles gegeben wurde, aber auch eines nicht-aufhören-wollens. die großen open-air-floors hörten alle irgendwann auf, stattdessen ging es in einigen hangars weiter. so sah ich beispielsweise im cabaret eine sehr nette band, die anscheinend laut programm zum cirque idyllic gehört, wo viele coole frauen zu drum‘n'bass-artigen klängen punkmäßig sangen. in der sonntagnacht hatten dann auch die bachstelzen ihren großen auftritt, es war knüppeldickevoll in dem „secret floor“ zwischen theater und kino, nach derem namen schon woanders gefragt wurde, und wo es wohl angeblich auch noch bis dienstag weiterging – dann aber ohne mich.
fazit: es war wieder so schön! und wann beginnt der vorverkauf fürs nächste jahr?

emergenza statt superstar

ein medienskandal, wie kristi ihn liebt (spon, freenet, bild 1, bild 2). und das gute: da ich mich gestern lieber für einen chilligen parknachmittag statt aktueller berichterstattung entschieden hatte, habe ich den blöden stosch mit seinen läppischen 14 stimmen (10%) auch noch nicht aus der umfrage entfernt. stattdessen muss der kleine rocker max (hier: 18 stimmen/13%) nun gehen, weil ihm seine band wichtiger als der rtl-ruhm war. aber der nächste wettbewerb steht ja bereits vor der tür, wie auf der band-seite angekündigt:

… am 19.05.2007 findet unser nächstes Konzert im SO36 statt. Um genauer zu sein,es ist das Emergenza Semi-Finale. Karten für dieses Konzert gibts nur bei uns für schlappe 7 €uro. An diesem Abend werden wir auch unsere neue CD + T-Shrits + Buttons …etc verkaufen. Also schaut vorbei und unterstützt uns! Die Karten werden wir meistens Freitags am S-Bahnhof der Friedrichstraße vor Burger King verkaufen …

und da dürften die chancen ja nun gestiegen sein, auch wenn die karten noch auf der straße verkauft werden – immerhin hat man mittlerweile auch schon über 6000 myspace-freunde!

und wo wir grad beim thema sind: das konzert der myspace-skandalist_innen kids on tv war trotz der kürze eines der besten, die ich in letzter zeit besucht habe. musikalisch würde ich sie zwischen depeche mode, le tigre und egotronic verorten, und neben der vielgepriesenen bühnenshow ist ihre musik vor allem eins: tanzbar! ein paar europa-termine stehen noch aus, also checkt, ob was in eurer nähe dabei ist!

variable wahrnehmung

gestern auf der queer-elektro-party. während der liebste den nächsten wodka-kirsch besorgt, bietet mir ein neben mir sitzender junger mann von seinem wasser an, fragt mich schließlich: „ist das dein freund, der dich begleitet?“ ich nicke bejahend, er entgegnet ein „schade“. ich, nicht gerade solche direkten ansprachen gewöhnt, freue mich trotz desinteresse an besagter person ein bisschen über den zuspruch, überlege noch (die jüngsten debatten im mädchenblog im hinterkopf), ob dies eine zu platte anmache gewesen sei, zumal auf einer queer-party.
am nächsten morgen dann eine wendung der interpretation. galt das interesse vielleicht gar nicht mir, sondern meiner begleitung?, mutmaßten die mitfrühstückenden. und da erinnerte ich mich, an meine erste queer-party vor rund 7 jahren, als ein anderer junger mann mir eben diese frage gestellt hatte. damals verneinte ich sie, und im anschluss entstand eine junge liebe zwischen meiner damaligen begleitung und jenem jungen mann.
um wen es dem herrn von gestern abend nun ging, werden wir wohl nie erfahren. aber gezeigt hat es mir mal wieder, dass die dinge oft nicht unbedingt so sind, wie sie auf den ersten blick wahrgenommen werden.







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